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Rahmenabkommen USA-Iran bremst Erdgas-Preis aus

Erdgas-Preis mit Fehlsignal?

Der europäische Erdgaspreis sinkt nach dem Abkommen zwischen den USA und Iran. Der Markt reagiert aber zögerlich, da viele Faktoren dafür sprechen, dass der Preisdruck aufrechterhalten bleibt. Wie können sich Anleger positionieren?

Der europäische Erdgaspreis ist nach der Ankündigung eines Rahmenabkommens zwischen den USA und dem Iran deutlich gefallen. Auch wenn der Preis infolge der Nachricht um etwa 9% und seit letzer Woche Freitag um fast 15% nachgegeben hat, liegt der TTF-Referenzpreis weiterhin deutlich über Vorkriegsniveau. 

Zögern auf dem Gasmarkt

Der Markt reagiert weiterhin zögerlich auf die teils uneindeutigen Nachrichten. Zudem besteht Skepsis darüber, wie schnell LNG-Tanker die Straße von Hormus wieder passieren können und wie rasch die LNG-Produktion in der Golfregion wieder anlaufen kann. Durch die Blockade der Straße von Hormus fehlen dem Markt jedem Monat rund 10 Mrd. Kubikmeter, die Katar normalerweise durch die Meerenge exportieren würde. Auf der anderen Seite sollen die LNG-Produktionskapazitäten in den USA in diesem und im nächsten Jahr weiter ausgebaut werden. Dies sollte nach Marktlogik Druck auf den Gaspreis ausüben. 

Kurzfristig kaum Entlastung wahrscheinlich

Dennoch dürfte der europäische Gaspreis vorerst hoch bleiben. Denn zum einen wird der preisdämpfende Effekt des Kapazitätsausbaus nur mittelfristig spürbar. Zum anderen bleiben rund 20% der Produktionskapazitäten Katars über die nächsten drei bis fünf Jahre eingeschränkt. Erst kürzlich kündigte der katarische Staatskonzern QatarEnergy an, dass man zwar die LNG-Produktion binnen zwei Monaten auf 80% der Kapazität hochfahren könne. Zugleich bestätigte das Unternehmen jedoch, dass die übrigen 20% über Jahre hinweg fehlen würden. Hinzu kommt, dass die für dieses und nächstes Jahr geplanten Kapazitätsausweitungen Katars wohl mindestens um ein Jahr verschoben werden. 

Für mittelfristigen Aufwärtsdruck dürfte zudem der niedrige Gasspeicherfüllstand sorgen. Der liegt in Europa derzeit bei etwa 44% und damit rund 15 Prozentpunkte unter dem Fünfjahresdurchschnitt. Auch eine höhere LNG-Nachfrage aus Asien infolge hoher Temperaturen im Zusammenhang mit El Nino wird immer wahrscheinlicher und spricht für weiterhin hohe europäische Gaspreise in den kommenden Monaten.

Fazit: Die Nachrichtenlage spricht unter dem Strich für weiter hohe Gaspreise. Mit einem ungehebelten Erdas ETC (Beispiel ISIN: DE 000 PB6 GAS 5) können Anleger steigende Gasnotierungen profitabel nutzen.
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