EU treibt CO2-Preis hoch
Der Europäische Rat hat angekündigt, dass sich die EU-Länder auf die im Dezember vorgeschlagene Verschärfung des CO2-Grenzausgleichsmechanismus (CBAM) geeinigt haben. Mit der Änderung, die zum 1. Januar 2028 in Kraft treten soll, gilt CBAM für Rohstoffimporte von außerhalb der EU. Darüber hinaus sind dann auch emissionsintensive weiterverarbeite Produkte (z. B. Waschmaschinen) und speziell der Aluminium- und Stahlsektor betroffen.
EU treibt CO2-Preis hoch
Es sind zahlreiche Produkte und Lieferketten betroffen. Laut dem Entwurf der EU-Kommission gilt die Verschärfung für 94% der Produkte innerhalb der industriellen Lieferketten für schwere Maschinen. Die übrigen 6% sind Haushaltsgüter. Die EU-Kommission will eine Verlagerung der Produktion in Drittstaaten außerhalb der EU verhindern. In solchen Ländern gelten oft schwächere Klimaauflagen. Mit dem Gesetz werden zwar erste Schlupflöcher des CBAM geschlossen. Jedoch bleiben weitere Schlupflöcher vorhanden, durch die CBAM umgangen werden kann.
Für Unternehmen und Verbraucher wird die Regelung zu weiteren Preisrisiken führen. Der Aufwärtstrend für EU-CO2-Emissionszertifikate an der Leipziger Strombörse ist weiter intakt. Nach dem jüngsten Anstieg über den Kurswiederstand um 77,00 Euro steht aus technischer Sicht einem Anstieg auf das Jahreshoch bei rund 90,00 Euro kaum etwas im Weg.