Hier können Sie zwischen der Ansicht für Geschäftskunden und Privatkunden wechseln.
Informationen und qualifizierte Einschätzungen zu Chancen und Risiken
030-288 817-20
Geschäftskunde
Privatkunde
0,00 €
2110
Der Edelmetallpreis bekommt Unterstützung aus den USA

Gold vor einer wichtigen Wegmarke

Gold rückt als sicherer Hafen wieder in den Fokus. Copyright: Pixabay
Bereits mehrfach im zu Ende gehenden Jahr wurde der Goldpreis bei einem bestimmten Level ausgebremst. Nun schiebt er sich erneut an diese wichtige Marke heran. Und es gibt Anzeichen und fundamentale Gründe, dass er sie diesmal überwindet.

Der Goldpreis schiebt sich in diesen Tagen langsam weiter nach oben. Zu Wochenbeginn nahm das Gelbe Edelmetall erneut Anlauf auf den technisch wichtigen Widerstand um 1.240 USD je Feinunze.

Ein Sprung über diese Hürde dürfte zum lang erwarteten Befreiungsschlag für den Goldpreis werden. Bereits mehrmals in diesem Jahr wurden steigende Goldpreise auf diesem Level ausgebremst, doch nun spricht vieles für einen Ausbruch nach oben.

Die Funktion als sicherer Hafen rückt in den Fokus

Einerseits werden Edelmetalle in Zeiten stark fallender Aktienkurse als „sicherer Hafen" wieder stärker nachgefragt. Andererseits könnten dem Goldpreis in den kommenden Monaten die US-Notenbank-Politik bzw. die US-Zinsentwicklung in die Hände spielen. Denn aus Richtung der Fed sind inzwischen moderatere Töne zu hören, was die Zinsentwicklung im kommenden Jahr betrifft.

So dürfte die Fed zwar an ihrem Straffungskurs festhalten. Das Zinserhöhungstempo könnte sich aber merklich verlangsamen. Neel Kashkari, Präsident der Minneapolis-Fed hatte sich zuletzt für eine Pause bei den Zinserhöhungen ausgesprochen. Zu schnelle Zinsanhebungen könnten seiner Ansicht nach eine Rezession auslösen.

Die Zinskurve richtig interpretieren

Tatsächlich sendet der Zins-Spread-Indikator bereits entsprechende Signale. So liegt der Abstand zwischen der zweijährigen und der zehnjährigen US-Rendite mit aktuell rund 10 Basispunkten nur noch knapp oberhalb der Null-Linie. Sollte die Zinskurve invers werden, also der kurzfristige über den langfristigen Zinssatz steigen, erhöht sich die Wahrscheinlichkeit, dass die USA in eine Rezession abgleiten könnten.

Bislang waren inverse Zinsstrukturen ein ziemlich verlässlicher Vorbote einer Wirtschaftsflaute. In einem solchen Fall dürfte die US-Notenbank die Zinsen eher wieder nach unten schleusen um die Wirtschaft anzukurbeln. Fallende Zinsen gepaart mit einer steigenden Geldentwertung macht Gold als Anlageklasse dann wieder attraktiv.

Fazit: Gold sollte als Absicherung in keinem Anlagedepot fehlen. Die Bodenbildung schreitet weiter voran. Ein Sprung über das Widerstandslevel um 1.240 USD je Feinunze setzt mittelfristiges Kurspotential bis etwa 1.300 USD frei.

Empfehlung: Anleger kaufen Xetra-Gold (ISIN: DE 000 A0S 9GB 0)

Meist gelesene Artikel
  • Fuchs plus
  • Verbesserung der ESG-Bilanz wirkt sich positiv aus

Factoring mit Nachhaltigkeits-Bonus

Grüner Sand läuft durch eine Sanduhr. © William_Potter / Getty images / iStock
Das Thema Factoring spielt bei immer mehr Unternehmen eine Rolle. Gerade in unsicheren Zeiten ist es ein guter Schutz gegen Zahlungsausfälle. Auch hier kommt nun das Thema Nachhaltigkeit an. Gut umgesetzt, kann das die Kosten des Verfahrens mildern.
  • Fuchs plus
  • Moskau fragt in Stockholm nach Ermittlungsergebnissen

Schweden schweigt zu Anschlag auf Nord Stream

(c) picture alliance/dpa/dpa-Zentralbild | Jens Büttner
Was geschah bei der Sprengung von Nord Stream 2 und wer ist dafür verantwortlich? Diese Frage beschäftigt noch immer viele Menschen und auch den russischen Generalstaatsanwalt. Der hatte jetzt erneut eine Anfrage an die schwedischen Ermittlungsbehörden gestellt. Doch die ignorieren die Anfrage wiederholt. Eine Antwort an Moskau würde Schweden massiv gefährden.
Neueste Artikel
  • Fuchs plus
  • Beauty Contest mit organisatorischen und technischen Hürden

Ellwanger & Geiger hätte es fast vergeigt

© FUCHS | RICHTER Prüfinstanz, Verlag Fuchsbriefe
"Holprig" geht es für Ellwanger & Geiger in den Beauty Contest - die mündliche Prüfung vor der Fachjury. Doch wenn der Anfang schief läuft, kann der weitere Verlauf ja nur besser werden - oder?
  • Fuchs plus
  • Lateinamerikanische Währungspläne mit schwachen Erfolgsaussichten

Aus dem SUR wird (wieder) nichts

Südamerika auf Globus. © Dana Britton / stock.adobe.com
In Lateinamerika ist der Dollar die dominante Handelswährung. Dem wollen die Staaten dort seit jeher etwas entgegensetzen. Nun erblüht erneut die Idee einer gemeinsamen lateinamerikanischen "Währung" – wenigstens zwischen den dortigen "Riesen" Brasilien und Argentinien. Doch erneut wird die Idee an eigenen Unzulänglichkeiten scheitern.
  • Fuchs plus
  • Viele Anleger investieren sehr leichtfertig in Kryptowährungen

Deutsche entdecken Bitcoin & Co

© chombosan / stock.adobe.com
Deutsche Anleger haben im Januar rekordverdächtig in den Bitcoin investiert und setzen auf weitere Kursgewinne. US-Anleger setzen dagegen eher auf weiter fallende Notierungen. Beide Lager jedoch eint, dass sie vor einem Investment kaum recherchieren, sondern vielfach auf den Rat von Freunden hören.
Zum Seitenanfang