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Internationale Energieagentur prognostiziert kritische Situation

IEA warnt vor drohendem Öl-Engpass

Die Internationale Energieagentur warnt vor einem drohenden Öl-Engpass noch vor dem Sommer. Dagegen spricht, dass China einen deutlichen Rückgang der Importe verzeichnet. Was können Anleger daraus ableiten?

Die Internationale Energieagentur (IEA) hat gerade vor einem Öl-Engpass gewarnt. Die weltweiten Ölvorräte könnten noch vor der nachfragestärksten Zeit im Sommer auf ein kritisches Niveau sinken. Das dürfte passieren, wenn sich der Abbau der Lagerbestände im derzeitigen Tempo fortsetzt. 

Öl-Vorräte sinken zügig

Die US-Rohölvorräte sind laut US-Energieministerium in der vergangenen Woche um 8 Mio. Barrel gesunken. Gestiegene Rohölexporte und eine hohe Rohölverarbeitung trugen zum sechsten Wochenrückgang der Rohöllagerbestände in Folge bei, die 3,5% unter dem 5-Jahres-Durchschnitt liegen.

Die Leiterin der IEA-Abteilung für den Ölmarkt rechnet damit, dass die Wiedereröffnung der Straße von Hromus frühestens 6 bis 8  Monaten nach einer Einigung erfolgen wird. Der Ölmarkt wird also noch lange Zeit unter Druck bleiben. Eine weitere Freigabe strategischer Ölreserven wäre zwar eine Möglichkeit, diese Effekte zu lindern. Allerdings ist das eine vorübergehende Maßnahme. 

Sinkt die Nachfrage aufgrund des Angebotsausfalls?

Aufgrund des Ausmaßes des Angebotsausfalls müsste auch die Nachfrage zurückgehen. Der OPEC-Generalsekretär sieht hingegen keine Anzeichen dafür. Daher hält die OPEC an ihrer Prognose eines Anstiegs der Ölnachfrage in diesem Jahr um 1,2 Mio. Barrel pro Tag fest. Diese Ansicht ist aus unserer Sicht und angesichts der aktuellen Nachrichten aus China wenig plausibel. 

Die Zahlen aus China deuten jedoch auf eine sinkende Nachfrage hin. China dürfte im Mai nur noch 6,45 Mio. Barrel Rohöl pro Tag über den Seeweg importiert haben. Das wären 20% weniger als im April und so wenig wie seit einem Jahrzehnt nicht. Einige unabhängige Raffinerien in China sollen bereits die Erlaubnis erhalten haben, ihre Produktion ab Juni auf 80% des Vorjahresniveaus zu reduzieren. 

Charttechnik

Aus charttechnischer Sicht ist der Ölpreis (WTI) im Bereich zwischen 85 und 86 US-Dollar je Barrel solide unterstützt. Solange dieses Niveau nicht klar unterschritten wird, bieten sich hier Käufe an.

Fazit: Der Ölmarkt bleibt vor der Sommersaison angespannt. Das aktuelle Preisniveau (ca. 89 USD/Barrel) bietet auch aus technischer Sicht eine gute Kaufgelegenheit. Mit einem ungehebelten Öl-ETC (Beispiel ISIN: DE 000 PS7 WT1 7) können Anleger von steigenden Ölpreisen profitieren.
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