Irankrieg beeinträchtigt Nachfrage
Der Kupferpreis geriet mit der neuerlichen Eskalation im Persischen Golf kurzzeitig unter Druck. Marktteilnehmer sorgen sich, dass die wieder steigenden Ölpreise die Inflation erneut anheizen und so das globale Wirtschaftswachstum ausbremsen. Das könnte letztlich die Nachfrage nach Industriemetallen wie Kupfer reduzieren.
Doch da der Aufwärtstrend bei Kupfer weiterhin intakt ist, spricht vieles für eine Trendfortsetzung. Denn die Situation am neuralgischen Punkt der weltweiten Kupferproduktion scheint sich eher noch zu verschärfen. So meldet Chiles Statistikbüro für Mai einen Rückgang der dortigen Kupferförderung von fast 13% im Vergleich zum Vorjahr, nach bereits ebenfalls enttäuschenden Zahlen für April.
Produktion in Chile sinkt
Die Andenrepublik ist laut der International Copper Study Group (ICSG) mit einem Viertel der globalen Kupferförderung der mit Abstand größte Anbieter am Weltmarkt. Das knappe Angebot bedingt schon seit längerem negative Verarbeitungsgebühren in Chinas Kupferschmelzen.
Chiles Kupferkommission Cochilco hatte noch im Frühjahr für dieses Jahr einen leichten Rückgang von nur 2% prognostiziert. Diesem sollte im kommenden Jahr dann eine Erholung um 4% folgen. Aus technischer Sicht bewegt sich der Kupferpreis seit gut einem Jahr in einem intakten Aufwärtstrend und ist bei Kursen zwischen 5,85 und 6,00 US-Dollar je Pfund solide unterstützt.