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Öl (WTI)

Noch gibt es keine neue Ölpreiskrise

© Petrovich12 / stock.adobe.com
Der wiederaufgeflammte Irankrieg treibt den Ölpreis. Überdies kann die OPEC ihre Förderung nicht wie geplant steigern. Doch für Alarmismus gibt es noch keinen Grund.

Die sieben OPEC+-Länder mit freiwilligen Produktionseinschränkungen haben am Wochenende erwartungsgemäß eine Anhebung der Produktionsziele ab August um weitere 188.000 Barrel pro Tag beschlossen. Es war bereits die dritte Anhebung in dieser Größenordnung in Folge. 

Bislang standen diese nur auf dem Papier, weil die Blockade der Straße von Hormus die OPEC-Länder in der Golfregion zu einer Drosselung der Produktion zwang. Auch nach der inzwischen erfolgten Wiederaufnahme der Öllieferungen dürften einige Monate vergehen, bis die vereinbarten Produktionsmengen tatsächlich erreicht werden. 

OPEC kann Produktion nur langsam steigern

Saudi-Arabien produzierte im Juni einer Bloomberg-Erhebung zufolge rund 3,2 Mio. Barrel pro Tag weniger als für August erlaubt wäre. Beim Irak beläuft sich die entsprechende Diskrepanz auf 2,8 Mio. Barrel pro Tag, bei Kuweit auf 1,3 Mio. Barrel pro Tag. Russland gelingt es ebenfalls nicht mehr, die Produktionsziele zu erreichen. Im Mai lag die Öl-Produktion laut OPEC-Monatsbericht rund 900.000 Barrel pro Tag darunter. 

Im Unterschied zu den genannten Golfstaaten ist bei Russland auch in den kommenden Monaten keine höhere Produktion zu erwarten. Daher macht die abermalige Anhebung der Produktionsziele zumindest aktuell keinen großen Unterschied. Nach der für September zu erwartenden Anpassung in gleicher Größenordnung wären die freiwilligen Produktionskürzungen von 2023 zumindest theoretisch wieder vollständig rückgängig gemacht. 

Widerstand bei 80 Dollar

Der Ölpreis ist indes in dieser Woche vor dem Hintergrund neuaufflammender Spannungen im Nahen Osten wieder deutlicher angestiegen. Seit Wochenbeginn hat sich leichtes US-Öl der Sorte WTI um rund 8,5% verteuert. Damit fällt der Preisanstieg jedoch nicht so heftig aus, wie es die neuerlichen Kamphandlungen und die Aufkündigung der ohnehin fragilen Waffenruhe hätte vermuten lassen. 

Aus technischer Sicht bleibt der mittelfristige Abwärtstrend trotz des jüngsten Kursanstiegs intakt. Erst ein Anstieg über die 80-Dollar-Marke (Widerstand) würde am technischen Bild kurzfristig etwas ändern.

Fazit: Der Ölmarkt ist weiterhin gut versorgt. Die neue Eskalation im Nahen Osten sorgt nicht für Panik. Mit einem Best Turbo Put Optionsschein auf WTI (Beispiel ISIN: DE 000 FC8 9L0 2, K.O. Barriere 82,71 USD, open End) können Anleger von wieder fallenden Ölpreisen profitieren. Bitte StoppLoss über 80 US-Dollar beachten!
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