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Die Preisschere zwischen den Edelmetallen ist weit geöffnet

Platin vor der Aufholjagd

Gold, Platin, Palladium erleben derzeit eine sehr unterschiedliche Preisentwicklung. Platin hängt preislich weit zurück. Doch das dürfte sich bald ändern.

Die Preisentwicklung bei wichtigen Edelmetallen läuft immer deutlicher auseinander.

  • Der Palladiumpreis klettert seit rund zwei Jahren kräftig – getrieben von höherer Nachfrage aus der Automobilindustrie (Stichwort: Dieselkrise) und gleichzeitig hohem Angebotsdefizit.
  • Der Goldpreis notiert in einem mittelfristig intakten Aufwärtstrend.
  • Der Platinpreis rutscht dagegen immer weiter ab. Mit aktuell rund 890 USD je Feinunze handelt Platin beinahe schon wieder auf den Tiefstkursen des Finanzkrisenjahres Ende 2008.

Die aktuelle Preisentwicklung wird von der Angebots- und Nachfrageseite fundamental unterstützt. Vor allem auf dem Palladiummarkt zeichnet sich auch für dieses Jahr ein beträchtliches Angebotsdefizit ab. Das auf Edelmetalle spezialisierte Analysehaus Metal Focus rechnet bei Palladium mit einem Angebotsdefizit von 1,239 Mio. Unzen in diesem Jahr. Im letzten Jahr lag das Defizit erst bei knapp 828.000 Unzen.

Platin wird als Palladiumersatz interessant

Doch die Preisschere zwischen Platin und Palladium könnte sich in diesem Jahr wieder schließen. Denn die auseinanderlaufende Preisentwicklung macht Platin zunehmend als Palladiumersatz wieder interessant.
Zudem dürfte der Angebotsüberschuss bei Platin in diesem Jahr sinken. Das World Platinum Investment Council (WPIC) geht für 2018 von einem weltweiten Angebotsüberschuss von 180.000 Unzen aus. Das wäre zwar immer noch heftig; aber rund 43% und damit deutlich weniger als im letzten Jahr.

Die Preisdifferenz zwischen Platin und Palladium ist in dieser Woche bereits etwas kleiner geworden. Erstmals seit Anfang des Jahres betrug die Preisdifferenz weniger als 400 USD. Vor rund einem Monat lag der Platin-Palladium-Spread noch bei rekordhohen 421 US-Dollar.

Fazit: Platin hat gegenüber Palladium deutliches Nachholpotential.

Empfehlung: Anleger, die auf ein Schließen der Preisschere und damit auf einen Anstieg des Platinpreises setzen wollen, legen sich einen physisch hinterlegten ungehebelten Platin-ETF (Beispiel ISIN: DE 000 A0N 62D 7) ins Depot.

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