Informationen und qualifizierte Einschätzungen zu Chancen und Risiken
030-288 817-20
0,00 €
1032
Rohstoffpreise auf breiter Front im Aufwärtstrend

Sensibel mit der Weltkonjunktur

Die Rohstoffpreise sind auf breiter Front in einen Aufwärtstrend eingeschwenkt. Energierohstoffe, Industriemetalle, Edelmetalle und Agrarrohstoffe haben 2019 nach oben gedreht 2020 wird sich das auf breiter Front so fortsetzen. Allerdings mit Ausnahmen.

Die Rohstoffpreise sind 2019 auf breiter Front in einen Aufwärtstrend eingeschwenkt. 2020 wird sich das nicht so fortsetzen. Die Preise für Energierohstoffe, Industriemetalle, Edelmetalle und Agrarrohstoffe werden auseinander laufen.

Der Ölpreis ist exakt bis an unser Kursziel herangelaufen, das wir hier vor einem Jahr prognostiziert hatten. Öl der Sorte WTI notiert bei 61 US-Dollar je Fass (Brent 66 USD je Fass). Im Jahr 2020 dürfte dies der Mittelwert für den Ölpreis sein. Denn bei Öl verschiebt sich die Angebots- und Nachfragerelation. Die Nachfrage wächst langsamer. Das liegt an der konjunkturellen Entwicklung auf der Welt, aber auch an Verschiebungen zu anderen Energieträgern (Kohle, Gas, Strom). Auf der anderen Seite wächst das Ölangebot. Die Ölpreise haben daher wenig Potenzial nach oben. Höher als bis 80 US-Dollar je Fass WTI sehen wir sie nicht steigen – und das auch nur bei einer konjunkturellen Beschleunigung. Rutscht die wirtschaftliche Dynamik weiter ab, dürfte der Ölpreis wieder bis in Regionen um 45 US-Dollar abschmieren – angetrieben von einem wachsenden Überangebot.

Nachfrage bei Industriemetallen ungebrochen hoch 

Die Preisentwicklung der Industriemetalle hängt ebenfalls stark von der Weltkonjunktur ab. Die Preise sind aufgrund der geringeren Elastizität des Angebots aber nicht ganz so konjunktursensitiv. Daher sind sie weniger volatil als die Ölpreise und trendstärker. Die Fortsetzung der laufenden Aufwärtstrends ist daher wahrscheinlicher. Sonderfaktoren gibt es z. B. für Palladium und Platin aufgrund der zunehmenden E-Mobilität. Für diese Metalle sind auch neue Rekordstände zu erwarten.

Die Preise der Edelmetalle Gold und Silber bleiben im Aufwärtstrend. Sie werden von steigender Risikoaversion getrieben. Berappelt sich die Konjunktur, hat der Goldpreis das Potenzial bis 1.700 US-Dollar. Silber hat Luft bis 24 US-Dollar, auch getrieben von konjunktureller Nachfrage. Treiber sind die kontinuierlich tief gehaltenen Notenbankzinsen und die wahrscheinlich anziehende Inflation. Knickt die Konjunktur doch kräftig ein, werden die Preise zügig ihre jüngsten Krisenhochs anlaufen. Gold wird dann wieder Richtung 2.000 Dollar je Feinunze steigen. Für Silber wären dann Kurse um 30 US-Dollar je Unze möglich.

Empfehlung: Edelmetalle dürften im Jahresverlauf teurer werden. Sie gehören ins Depot. Öl hat nur begrenztes Potenzial und kann nur aktiv gehandelt werden. Sonderchancen bieten sich bei Platin und Palladium.

Meist gelesene Artikel
  • Im Fokus: Bidens Konjunkturpaket

Billionen für die US-Wirtschaft

Jetzt wird in den USA der Konjunktur-Turbo angeschmissen. In den nächsten acht Jahren will US-Präsident Joe Biden weitere Billionen in die US-Wirtschaft investieren. Insbesondere Infrastruktur-Ausgaben sind im "American Jobs Act" geplant und es gibt zahlreiche Profiteure.
  • Fuchs plus
  • Von der anziehenden Container-Nachfrage profitieren

Mietrendite auf den Weltmeeren

Per Container-Investment von der anziehenden Container-Nachfrage profitieren. Copyright: Pexels
Die dicken Frachter fahren wieder über die Weltmeere. Anleger können mit einem Container-Investment davon profitieren. Das verspricht gute Renditen. Angesichts der anziehenden Konjunktur, sind Ausfälle unwahrscheinlich.
  • Fuchs plus
  • Währungs-Wochentendenzen vom 9.4. - 16.4.

Rücksetzer für den US-Doller

Die Fed schwächt den Dollar und macht erneut deutlich, dass die Notenbank die Inflation ein gutes Stück laufen lassen möchte. Vor dem Hintergrund wird ein Blick auf die Dollar-Brüder interessant.
Neueste Artikel
  • Fuchs plus
  • ActivTrades

Neukunden werden allein gelassen

Wie schlägt sich ActivTrades im FUCHS-Broker Test 2021? Copyright: Verlag Fuchsbriefe
ActivTrades, der Name klingt nach viel Dynamik. Allerdings wird diese Erwartung schwer enttäuscht. Auch wenn das Angebot des Brokers im Grunde gut ist; interessierte Trader werden beim "onboarding" schlicht nicht betreut oder begleitet.
  • Fuchs plus
  • Scheidung mit fiskalischen Tücken

Nur bei Ehe Anspruch auf Steuerbefreiung

Wenn im Zuge einer Scheidung noch ein paar gütliche Regelungen getroffen werden, ist das gewöhnlich im Sinne aller Beteiligten. Die Einigung über ein gemeinsames Haus gehört dazu. Doch auch hier mischt der Fiskus mit und kann Forderungen stellen, wenn es sich um eine Partnerschaft aber keine Ehe handelte.
  • Fuchs plus
  • Zunehmende Spannungen in Südafrika

Wenige Chancen für den Rand

Südafrika hatte zuletzt einige gute Daten geliefert. Die Perspektiven bleiben aber negativ, weil die Chancen auf eine nachhaltige Besserung immer schwächer werden. Die Politik ist zu den dringend benötigten Reformen nicht mehr in der Lage.
Zum Seitenanfang