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Mineralölkonzerne: Abzocke ohne Angst vor Konsequenzen

Tankstellen-Pächter fordern Maßnahmen gegen Ölkonzerne

Der Tankstellen-Interessenverband begehrt unermüdlich gegen die Mineralölkonzerne auf. Man halte die Kopf für die Marken hin und müsse mit der Wut der Kunden umgehen. Der Verband bemüht jetzt das Kartellrecht, um sich gegen die Mineralölkonzerne zu wehren.

Die Tankstellenpächter laufen Sturm – und der Interessenverband Tankstellen-Interessenverband (TIV) beklagt die „Abzocke-Gier“ der Öl-Konzerne. Explodierende Spritpreise, heftige Volatilität und unausgegorene politische „Lösungen“ machen die Tankstellenpächter wütend. Denn sie bekommen den Frust der Verbraucher ab und müssen erklären, dass die Preise an der Zapfsäule von den Konzernen bestimmt werden. 

Der TIV wird deutlich. Der Verband ist "enttäuscht und entsetzt über die Hartleibigkeit und Gewinn-Abzocke-Gier" der Mineralölkonzerne. Die Gesellschaften würden die Regierung für handlungsunfähig halten, völlig ohne Angst vor ernsten Konsequenzen. Die TIV-Forderung: „Daumenschrauben für die Mineralölkonzerne und zugleich Reduzierung der Steuerlast.“

TIV hofft auf das Kartellrecht

Zugleich rudert der TIV nun etwas zurück. Ursprünglich plädierte der Verband für die Einführung des Österreichischen Modells (Preiserhöhung einmal am Tag). Das hat sich inzwischen als Flop erwiesen, wie auch der ADAC analysiert hat. Der Verband präferiert nun (wie die SPD) das Luxemburg-Modell, bei der sich weder Konzerne noch Staat bereichern könnten. Das Land zwingt den Konzernen einen im Wirtschaftsministerium ermittelten Festpreis auf.

Der TIV ist nun kartellrechtlich unterwegs, um über eine Beschwerde die oktroyierten Einkaufsbedingungen untersuchen zu lassen. Die Pächter seien den „Auswüch­sen des Systems Tankstelle“ hilflos ausgeliefert. Sie trügen als selbstständige Handelsvertreter wesentliche Risiken, würden mit Verträgen geknebelt und fi­nanziell ausgepresst.

Fazit: Die Tankstellenpächter hoffen jetzt auf das Kartellrecht, um gegen die Willkür der Mineralöl-Gesellschaften vorgehen zu können.
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