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Bitcoin-Problem gelöst

Überweisen, wie der Blitz

Mit dem Lightning-System werden Transaktionen beim Bitcoin erheblich günstiger. Copyright: Pixabay
Das Lightning-Netzwerk löst ein bisheriges Problem der Kryptowährung Bitcoin. Für erste Gehversuche mit einer Kryptowährung halten wir eine Praxisempfehlung bereit.

Das Lightning-Netzwerk senkt die Transaktionskosten bei Kryptowährungen. Mittlerweile ist es mit ausreichend Nutzern bzw. Knoten voll funktionsfähig. Transaktionen werden hier nicht auf der Bitcoin-Blockchain verbucht, sondern einfach peer-to-peer in privaten Kanälen zwischen zwei Teilnehmern.

Das Lightning-System funktioniert wie das Clearing zwischen Banken. Also auch über mehrere Parteien hinweg. Es spart Kosten, da man sich Buchungen auf der kostenintensiveren Haupt-Blockchain des Bitcoins spart. Überweist A dem B etwa einen Bitcoin, hat B eine Forderung von einem Bitcoin gegen A. Überweist B an A zurück, löst sich die Forderung wieder auf. Am Ende muss nichts auf der Bitcoin-Blockchain verbucht werden; es sei denn, die Salden werden zu hoch.

Hohe Transaktionskosten als Manko

Die Krytowährung Bitcoin stand bisher wegen ihren Transaktionskosten in der Kritik (FD vom 24.8. und 7.9.18). Auch wenn diese nicht prohibitiv waren und von den Nutzern hingenommen wurden, waren sie doch ein Manko. Die Skalierbarkeit, also Massentauglichkeit von Bitcoin und anderen Kryptowährungen stand deswegen in Frage.

Wer will, kann das Ganze über z. B. die BlueWallet ausprobieren. Einfach die App herunterladen, auf die generierte Wallet-Adresse einen geringen Bitcoin-Betrag überweisen und loslegen. Schulden Sie z. B. einem Freund Geld für ein Mittagessen, fordern sie ihn einfach auf, die Wallet zu installieren und überweisen Sie den gewünschten Betrag. Das geht per QR-Code-Scan, kostenlos und in Sekundenbruchteilen. Die App an sich ist selbsterklärend, man kann Geld senden und empfangen. Das war's.

Positive Auswirkungen auf den inneren Wert

Für die Geldeigenschaft sind günstige Transaktionen entscheidend. Bitcoin war bisher mehr ein Mittel zur Wertaufbewahrung und zur Spekulation als zur Abwicklung für alltägliche Zahlungen. Gut für die Nachfrage als Zahlungsmittel, also Geld, und somit den „inneren Wert" (FD 14.09.18), war das nicht.

Durch die Funktionsfähigkeit des Lightning-Netzwerkes haben sich die Fundamentaldaten von Bitcoin & Co. extrem verbessert. Das System funktioniert nach dem gleichen Prinzip grundsätzlich auch für andere Kryptowährungen außer Bitcoin. Da es sich nur um Mini- und nicht Millionen-Beträge handelt, die hier verbucht werden, ist nicht die gleiche Sicherheit erforderlich. Somit fallen nicht die gleichen Kosten wie bei einer Transaktion auf der Bitcoin-Blockchain selbst an.

Fazit: Durch Lightning liegt eine pragmatische Lösung zur Senkung der Transaktionskosten vor, die die Fundamentaldaten von Kryptowährungen und damit ihr Wertanstiegspotenzial weiter verbessert.

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