Hier können Sie zwischen der Ansicht für Geschäftskunden und Privatkunden wechseln.
Informationen und qualifizierte Einschätzungen zu Chancen und Risiken
030-288 817-20
Geschäftskunde
Privatkunde
0,00 €
981
Tokio fährt die Corona-Maßnahmen weiter hoch

Alle gegen den Yen

Tokio fährt die Corona-Maßnahmen weiter hoch. Copyright: Pixabay
Japan scheint aus der Zeit gefallen zu sein. Während in Europa und den USA darüber debattiert wird, wie der Nach-Corona-Normalzustand schleunigst wiederhergestellt werden kann, hält Japan an einem restriktiven Corona-Weg fest. Das erhoffte starke zweite Halbjahr 2012 wird in Japan ausbleiben. Das belastet nicht nur die Menschen, sondern auch Wirtschaft und den Yen.

Die japanischen Verbraucherpreise sind nach Angaben der Bank of Japan im Juli in der Kernrate im Jahresvergleich um 0,2% gestiegen. Das ist zwar nur ein Bruchteil des Inflationsanstiegs der USA oder Europas. Es übertraf aber dennoch die Konsensschätzung der Analysten. Diese hatten 0,1% prognostiziert.

Wir sehen uns in unserem Szenario des "sehr moderaten Inflationsanstiegs" für Japan bestätigt (vgl. FD vom 4.6.21). Die gestiegenen Großhandelspreise (vgl. FD vom 13.8.21) schlagen sich bisher kaum auf die Verbraucherpreise nieder.

Corona-Maßnahmen belasten wirtschaftliche Erholung

Weiteres Inflationspotenzial wird durch die fortschreitende Corona-Ausbreitung begrenzt. Am Mittwoch wurde der Corona-Notstand auf 80% der japanischen Präfekturen ausgeweitet. In Tokio infizieren sich täglich 5.000 – vor allem junge - Menschen am Coronavirus. Vergleichbar mit den europäischen Lockdowns ist der japanische Notstand zwar nicht. Bars und Restaurants sind weiter geöffnet. Sie dürfen nur keinen Alkohol ausschenken. Die verunsicherte Bevölkerung hält sich aber weitestgehend mit Ausgaben zurück.

Der Abwärtsdruck auf Japans Wirtschaft bleibt damit weiter bestehen. Zudem steigt die Wahrscheinlichkeit, dass die Bank of Japan ihre Wachstumsprognose für 2021 wieder nach unten revidieren muss. Das wird auch den Yen weiter belasten. Die Wirtschaftsdaten sprechen klar für die USA und Europa. Auch die in den USA einsetzende geldpolitische Wende schwächt Nippons Währung.

Wetten gegen den Yen

Von daher bekräftigen wir an dieser Stelle unsere Long-Empfehlung für USD|JPY. Auch der Euro scheint zum Yen seinen vorläufigen Tiefpunkt bei 128 gefunden zu haben und schaltet nun wieder in den Vorwärtsgang. Das nächste Kursziel liegt bei Werten um 133, die nächste charttechnische Hürde bei 130 sollte er nehmen. Auch auf die Paare GBP|JPY und CNY|JPY trifft unser Long-Szenario zu.

Fazit: Die Fundamentaldaten sprechen gegen den Yen. Weiteres Aufwärtspotenzial ist vorerst nicht ersichtlich.

Hier FUCHS-DEVISEN abonnieren

Meist gelesene Artikel
  • Fuchs plus
  • Berlin verlängert Geltungsdauer von Hundemarken um ein Jahr

Auf den Hund gekommen

Hund geht Gassi. © Foto: Image by Yvonne Lüneburger from Pixabay
Dem Hund sagt man nicht nur nach der beste Freund des Menschen zu sein - es ist auch das beliebteste Haustier der Finanzverwaltung. Die Eintreibung der Hundesteuer wird immer öfter digital unterstützt. Neuestes Beispiel ist die Stadt Berlin.
  • Im Fokus: Raumfahrt-Aktien

Europa forciert Weltraum-Investitionen

Artemis I rocket with Orion and European Service Module on the launchpad. © European Space Agency
Mit einem neuen hochgesteckten Investitionsrahmen will sie die EU in Weltraum-Fragen unabhängiger von internationalen Partnern machen. Von diesem Souveränitätsbestreben werden einige Aktien profitieren. FUCHS-Kapital stellt sie vor.
  • Fuchs plus
  • Neue Reifen aus alten

Startup recycelt Reifen mit Pfiff

Gras bildet die Abkürzung CO2 und einen Umriss der Welt © Tatiana Plotnikova / stock.adobe.com
Nachdem Altreifen lange Zeit ein großes Problem für das Recycling waren, weil die Vulkanisierung (die Aushärtung des Gummi mit Schwefel) nicht rückgängig gemacht werden konnte, bietet ein kanadisches Startup nun eine neue Technik dazu an.
Neueste Artikel
  • Fuchs plus
  • Kräftiger Preisrücksetzer überwunden

Bedarf an Autobatterien treibt die Nachfrage nach Nickel

Nickel ist für Autobatterien unverzichtbar. © Foto: © david hughes / Fotolia.com
E-Autos sind der Renner – zumindest solange der Staat sie kräftig subventioniert. Jeder dieser Wagen benötigt eine Batterie. Und so ist es kein Wunder, dass auch bestimmte Industriemetalle davon profitieren. Eines ist Nickel.
  • Fuchs plus
  • Südostasien mit Chancen

Thai Baht auf dem Sprung

Der Tourismus wird eine wichtige Rolle dafür spielen, dass sich der Thailändische Baht erholt.
Konjunkturaussicht und Inflation spielen dem Land in Südostasien in die Hände. Mit relativ niedirgen Zinsen könnte der Turnaround realtiv schneller gehen als in vielen anderen Ländern. Die Bewertung ist ebenfalls attraktiv und wartet mit hohen Dividenen auf.
  • Fuchs plus
  • Edelmetall schließt Bodenbildungsphase ab

Silber glänzt wieder

Bei Silber übersteigt derzeit die Nachfrage das Angebot. © Foto: Pixabay
Bei Edelmetallen lohnt es sich stets, neben der fundamentalen Lage – also dem Blick auf Angebot und Nachfrage – auch der technischen Situation Aufmerksamkeit zu widmen. Hier hat Silber gerade einen markanten Punkt erreicht.
Zum Seitenanfang