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Peru: Stabilitätsanker in Lateinamerika

Anlagechancen in Peru

© Harvepino / Getty Images / iStock
Peru, ein fernes Land mit reichen Rohstoffen, bietet Anlegern gute Chancen. Der peruanische Sol zeigt Stärke, und die stabilen geldpolitischen Bedingungen bieten Sicherheit.

Peru ist für viele Anleger sehr weit weg, aber das Land bietet Chancen. Peru punktet gerade in der aktuellen Phase mit seinem Rohstoffreichtum. Der Andenstaat ist stark im Export von Silber, Zink, Kupfer und Gold und akkumuliert Überschüsse. Die Devisenreserven beziffern sich mittlerweile auf mehr als 100 Mrd. USD beziehungsweise 26% des Bruttoinlandsprodukts. Das ist eine gute Ausgangslage für Anleger. 

Die Währungsentwicklung spiegelt das positive Bild. In den vergangenen 5 Jahren hat der peruanische Sol (PEN) gegenüber dem EUR um mehr als 11% aufgewertet. Kurzfristig hat die Devise nach einer Abwertung in den zurückliegenden 3 Monaten um knapp 4% wieder Potenzial.

Notenbank legt Pause ein

Das geldpolitische Umfeld ist stabil. Im April hielt die Zentralbank den Leitzins unverändert bei 4,25%. Die Zielbandbreite für die Inflation liegt bei 1,0% bis 3,0%. Die Zwölfmonatsprognose für die Teuerung liegt mit 2,5% noch im Toleranzbereich. 

Allerdings zieht auch in Peru die Inflation an. Im April lag sie mit 4% auf dem höchsten Stand seit Oktober 2023. Die geopolitischen Unruhen zogen die Importpreise vor allem für Energie nach oben. Den Großteil seines Erdölbedarfs deckt Peru durch Importe. Das Land kann aber auf gut gefüllte Speicher zurückgreifen, mit denen der Verbrauch für circa sieben Jahre gedeckt und der Effekt steigender Preise abgemildert werden kann.

Exportmotor schiebt Wachstum an

China ist Perus größtes Absatzland mit einem Anteil von 33,5% an den gesamten Ausfuhren. 78% der Exporte entfallen auf Rohstoffe, Nahrungsmittel und Gold. Da sich die Konjunktur im Reich der Mitte erholt, dürfte das einen Wachstumsimpuls für den Andenstaat setzen. Nach 2,9% in 2025 soll die Konjunktur Perus in diesem Jahr real um 2,8% zulegen, so der Internationale Währungsfonds. Der Export belebt auch den Konsum, der 64% des BIPs ausmacht.

Rohstofftitel erste Wahl

Direkte Profiteure der hohen Nachfrage nach Mineralien sind Unternehmen aus dem Rohstoffsektor. Compania de Minas Buenaventura SAA ist hierzulande über ein ADR (WKN 900844) handelbar. Das eigentümergeführte Unternehmen ist Perus größtes börsennotiertes Bergbauunternehmen mit Fokus auf Edelmetalle. Im ersten Quartal 2026 legte der Umsatz um 103% im Vergleich zum Vorjahreszeitraum auf knapp 625 Mio. USD zu. Die Bilanz ist mit einer Eigenkapitalquote von nahezu 71% stabil. 

Die Ratingagenturen Fitch und S&P stufen das Unternehmen mit einem BB beziehungsweise BB- und stabilem Ausblick und somit als spekulativ ein und verweisen auf eine verbesserte Produktion und eine gute Liquidität. Bei einem erwarteten Kurs-Umsatz-Verhältnis von 3,75 wird das Unternehmen mit dem 8-fachen Gewinn bewertet. Die in Aussicht gestellte Dividende mündet in eine Rendite von 3,2%.

Fazit: Peru hat, getrieben durch eine hohe Rohstoffnachfrage, gute Aussichten. Der PEN hat Aufwertungspotenzial und schaltet einen Renditeturbo für Rohstofftitel zu.
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