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Politische Unsicherheit in Mexiko

Antizyklische Kauf-Chance im Peso

Politische Unsicherheit hat den Mexikanischen Peso gedrückt. Denn Claudia Sheinbaum hat die Präsidentenwahl gewonnen. Sie steht für die Fortsetzung der Politik des amtierenden Präsidenten Obrador. Händler fürchten aber auch um die Bemühungen der Notenbank, die Inflation im Griff zu halten.

Der Mexikanische Peso wertet seit Mai kräftig ab. Im großen Bild baut der Peso gegenüber dem Euro aber allmählich einen Boden im Bereich um 20 EUR|MXN auf. Hilfreich dabei: Im Mai bestätigte die Notenbank den Leitzins mit 11%. Da der deutlich über der Inflation liegt (4,69%), ist der Realzins deutlich positiv. 

Die robuste Konjunktur und der Arbeitsmarkt könnten die Inflation nun wieder anschieben. Im ersten Quartal lag sie bei 1,6%, für das laufende Quartal werden 2% erwartet. Die Stimmung im verarbeitenden Gewerbe liegt weiterhin im expansiven Bereich und die angestrebten Lohnsteigerungen sowie Rentenerhöhungen sorgen für hohen Konsum. Dies erhöht den Druck auf die Notenbank, die Politik weiterhin restriktiv zu gestalten und macht den Peso attraktiv.

Gute Anlageaussichten bei...

Kuponjäger kommen auf ihre Rendite mit Staatsanleihen. Der Bond mit der WKN A1Z86V bietet die Möglichkeit, an einer Peso-Aufwertung bis zum Laufzeitende am 05. März 2026 zu partizipieren. Bei einem Kupon mit 5,75% und einem Kurs von 91,96% bietet das mit einem soliden Investmentgrade-Rating von Baa2 ausgestattete Zinspapier eine effektive Rendite bis Fälligkeit von 11,1%. Nächster Zinstermin des Halbjahreszahlers ist der 17. September.

Aktien und Anleihen

Wer lieber auf Aktien setzt, kann in die größte Bank des Landes Grupo Financiero Banorte (WKN 907669) investieren. Das Unternehmen erwirtschaftet seinen Umsatz in Mexiko und wird den Gewinn pro Aktie in den nächsten beiden Jahren um mehr als 8% p.a steigern. Mit einem Kurs-Gewinn-Verhältnis von knapp 7 für dieses Jahr werden mehr als 9% Dividendenrendite in Aussicht gestellt. 

Noch etwas dynamischer wächst Coca-Cola Femsa (WKN A2PHAR). Der mexikanische Ableger des US-Getränkeherstellers generiert 50% seiner Umsätze in Mexiko, 27% in Brasilien und die restlichen Umsätze in weiteren lateinamerikanischen Ländern. In den nächsten beiden Jahren soll der Gewinn um nahezu 15% pro Jahr steigen. Das Unternehmen ist mit einem Kurs-Gewinn-Verhältnis von knapp 15 für 2024 bewertet.

Breit aufgestellt mit einem ETF

Für Investments in Mexiko gibt es auch börsengehandelte Indexfonds (ETF). Die WKN DBX0ES steht für eine physisch replizierte und thesaurierende Variante. Der Fonds bildet den MSCI Mexico ab, der Zugang zu großen und mittelgroßen Unternehmen bietet die 85% der Marktkapitalisierung abdecken. Die jährlichen Gesamtkosten liegen bei 0,65%. Mit knapp 35% sind Basiskonsumgüter gewichtet, gefolgt von Grundstoffen mit nahezu 20% und Finanzen mit 17,8%. Industriewerte werden mit 13,5% repräsentiert.

Fazit: Die politischen Unsicherheiten nehmen kurzfristig zu. Das spiegelt der Währungsmarkt gerade wider. Diese Schwäche ist aber eine Einstiegschance, denn die strukturellen Peso-Treiber sind weiterhin intakt (z.B. Nearshoring).
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