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Aus Schwäche stark

Japan war schon vor der Corona-Krise auf dem Weg in die Rezession. Die aktuellen Daten bestätigen den Abwärtstrend. Der Yen hat keine fundamentale Unterstützung.

Japan fällt senkrecht in eine Rezession. Der vom Rückgang des zentralen Tankan-Wertes (Unternehmen aller Größenklassen) von von -2 auf -12 angezeigte Absturz der japanischen Wirtschaft wird vom Einkaufsmanager-Index (composit fiel von 47 auf 36,2 Punkte) untermauert. Von daher ist klar: Der Yen hat keinerlei Unterstützung von der realen Wirtschaft her, was mittlerweile wohl bei den Verantwortlichen Sorgen auslöst.

Die enormen Staatsschulden (rund 250% vom BIP) sind bislang kein Problem. Der Grund: Diese Zahl wird durch Kreditbeziehungen zwischen verschiedenen staatlichen Agenturen aufgebläht und Japan ist auch nicht auf Kapitalimport angewiesen, um diese Schulden zu refinanzieren. Im Gegenteil: Wenigstens ein Drittel dieser Schulden wurde von der Notenbank im Zuge der quantitativen Lockerung angekauft und ist vorläufig nur buchhalterisch von Interesse.

Schwächer geht es kaum noch

Die Geld- und Finanzpolitik sind in Japan so extrem expansiv ausgerichtet, dass der Yen durch eine weitere Lockerung nicht mehr gechwächt werden kann. Knackpunkt bleibt allerdings die aktuell Überschüsse ausweisende Leistungsbilanz, die im Zuge der Überalterung ins Defizit umschlagen dürfte. Sobald das passiert ist Japan auf ausländische Investoren angewiesen und der Yen wird vom „sicheren Hafen“ zur Währung eines wacklligen Schuldners. 

Fazit: Solange die Beschränkung durch die Leistungsbilanz nicht greift, bleibt der Yen stark vor allem zum Euro aber auch zum Dollar. Wer die Risiken tragen kann und möchte, hat die Möglichkeit mit entsprechenden Zertifikaten oder Optionen auf einen zu Dollar oder Euro steigenden Yen wetten.

Hinweis: Interessant ist das Endlos-Zertrifikat der BNP Paris Bas (DE 000 PA1 NJ4 8).

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