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FUCHS-Prognose für das 2. Quartal

Auswege aus der Euro-Schwäche

Anleger sollten den Euro im Auge behalten: Abwertungen gegen fast alle wichtigen Währungen zeichnen sich ab. Besonders betroffen ist der Euro durch seine Verluste gegenüber dem US-Dollar und der Norwegischen Krone. Steigende US-Anleiherenditen zeigen Marktunsicherheit, während die Norwegische Krone von ihrem Ölreichtum profitiert. Der Schweizer Franken und der Chinesische Yuan sind ebenfalls Gewinner. Wird der Euro weiter schwächeln?

Wenn sich die Trends aus dem ersten Quartal fortsetzen, dann wird es für Anleger höchste Zeit, aus dem Euro zu flüchten. Dabei scheint es ganz gleich zu sein, in welche Himmelrichtung. Denn tatsächlich hat der Euro gegen fast alle relevanten Währungen abgewertet.

Die Werteinbußen gegenüber dem US-Dollar von 1,6 % im ersten Quartal lassen sich leicht erklären. Als Nettoexporteur von Erdöl und Gas profitiert die US-Volkswirtschaft von den gestiegenen Ölpreisen, auch wenn dies so mancher US-Autofahrer an der Zapfsäule anders sieht.

Steigende US-Anleiherenditen zeugen von Nervosität

Dagegen scheint der US-Dollar von seiner traditionellen Rolle als sicherer Hafen aktuell kaum zu profitieren. Ansonsten müsste der US-Dollar stärker gegenüber dem Euro aufgewertet haben. Das schwindende Vertrauen in die US-Währung unter Trump spiegelt die aktuelle Nervosität an den Anleihemärkten wider. 

Die Zinsen für die 10jährigen US-Staatsanleihen sind seit Kriegsbeginn deutlich auf 4,31 % gestiegen. Angesichts der horrenden Ausgaben für den Krieg dürften die USA zu einer erhöhten Schuldenaufnahme gezwungen sein. Falls die Barriere bei 4,5 % fällt, könnte es noch einmal kräftig nach oben gehen. 

Norwegische Krone legt kräftig zu

Seit dem Jahresanfang hat die Norwegische Krone gegenüber dem Euro am deutlichsten mit 5,42 % zugelegt. Keine Überraschung, angesichts des Öl- und Gasreichtums des Landes. Der Australische Dollar gewann um immerhin 4,78 % hinzu. Dagegen hat der Euro zum Kanadischen Dollar nur wenig eingebüßt.

Erstaunlicher ist, dass der Euro auch gegenüber den Nichtrohstoff-Währungen nachgab. So ging es gegenüber dem Yen um 0,31 % bergab. Dabei ist Japan – wie viele asiatische Länder – vom Öl aus dem Persischen Golf deutlich anhängiger als die europäischen Länder. Ein kleines Plus verzeichnete der Euro lediglich gegenüber dem Pfund.

Franken trotzt der Krise

Der Franken legte zum Euro moderate  0,66 % zu, obgleich die Eidgenossen von Öl- und Gasimporten ähnlich abhängig sind wie die Eurozone. Der Schweizer Franken profitiert abermals von seiner Rolle als „sicherer Hafen“, eine Rolle, die der Dollar angesichts der erratischen Politik des US-Präsidenten Donald Trump immer weniger spielen kann.

Ein weiterer Gewinner des ersten Quartals ist der Chinesische Yuan mit einem erstaunlich deutlichen Plus von 2,96 %. Allerdings sind die Währungskurse aus China mit Vorsicht zu genießen, da der Handel nicht wirklich frei ist.

Euro-Abwertung dürfte weiter gehen

Momentan spricht wenig dafür, dass der Krieg am Persischen Golf bald zu Ende gehen wird. Selbst falls in den kommenden Wochen ein Waffenstillstand zustande kommt oder die USA den Krieg einseitig beenden, dürfte es noch Jahre dauern, bis sich die Lage in der Region entspannt und die Förder- und Verschiffungsanlagen für Öl- und Erdgas repariert sind.

Fazit: Vorerst dürfte die Eurozone mit Deutschland an der Spitze in die Rezession abgleiten. All dies spricht dafür, dass der Euro weiter gegenüber den wichtigsten Währungen der Welt nachgeben wird. Momentan scheinen Anlagen ist Norwegischen Kronen und Australischen Dollar attraktiver als in US-Dollar zu sein. Für eher konservative Anleger bietet sich der Schweizer Franken ab, der sich in einem langfristigen Aufwärtstrend befindet.
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