Bank of England vor Zinsentscheidung
In Großbritannien steht die Notenbank unter Druck. Die jüngsten Wirtschaftszahlen werden die Währungshüter zu einer Zinssenkung nächste Woche bewegen. Trotzdem bleibt das Wachstum schwach, während die Inflation bei 3,6% liegt. Das Pfund wird reagieren - und Anleger sollten das antizipieren.
In Großbritannien wird die Notenbank in der nächsten Woche aktiv. Die gerade gemeldeten Wirtschaftszahlen erhöhen den Druck auf die Währungshüter an der Themse, die Zinsen in der nächsten Woche zu senken. Entgegen den Erwartungen der Analysten (exakt wie die Erwartungen von FUCHS-Devisen) ist die UK-Konjunktur weiter schwach. Das BIP ist zuletzt (Oktober-Daten) um 0,1% gesunken. Im Jahresvergleich wuchs die Wirtschaft nur um 1,1% (Erwartung: 1,4%).
Chancen in UK
Der dopptelte Druck wird anhalten. Einerseits ist das Wachstum schwach, andererseits die Inflation noch nicht gezügelt. Sie liegt bei immerhin 3,6%. In diesem Umfeld erhöhte die Regierung die Steuern, um das Defizit im Zaum zu halten und die wachsenden Sozialausgaben zu finanzieren.
Wir erwarten, dass die Bank of England in der nächsten Woche die Zinsen senkt. Wir gehen von einem kleinen Zinsschritt um 25 Basispunkte auf 3,75% aus. Das Pfund dürfe damit weiter unter Druck kommen, etwas weniger gegenüber dem US-Dollar, aber stärker gegenüber dem Euro.
Fazit: UK bleibt in der Stagflation gefangen. Die BoE wird die leicht rückläufige Inflation nutzen, um die Zinsen zu senken und der Wirtschaft Impulse zu geben. Das Pfund dürfte sich weiter abschwächen. Antizyklische Anleger nutzen das und bauen Positionen in UK-Aktien oder Anleihen auf (FD 28.11.).