Banken in der Schwebe zwischen Iran-Abkommen und US-Fed
Banken warten Iran-Entwicklungen ab
Friedenshoffnungen stabilisieren
Der restriktive erste Auftritt von Fed-Chef Warsh festigte die Einschätzung, dass die US-Geldpolitik weiterhin den wichtigsten Anker für den US-Dollar darstellt. Unterstützt wird dies durch ein robustes Wirtschaftswachstum, höhere reale Renditen und ein klares Bekenntnis zur Preisstabilität. Dadurch hat sich die geldpolitische Divergenz wieder zugunsten des US-Dollars entwickelt, insbesondere gegenüber Währungen mit niedrigerem Zinsniveau. Weitere Dollargewinne werden davon abhängen, dass Inflations- und Konjunkturdaten die derzeit restriktive Markterwartung bestätigen.
Euro in ungemütlicher Position
Der Euro befindet sich in diesem Umfeld in einer weniger komfortablen Position. Das kurzfristige Aufwärtspotenzial des EUR/USD-Wechselkurses erscheint weiterhin begrenzt. Die Wachstumsdynamik im Euroraum bleibt schwach, und eine restriktivere Geldpolitik reicht angesichts des verhaltenen regionalen Konjunkturumfelds allein nicht aus, um eine nachhaltig positive Einschätzung für den Euro zu rechtfertigen. Der Euro bleibt anfällig für eine weitere wirtschaftliche Überlegenheit der USA, auch wenn niedrigere Energiepreise und eine spätere Annäherung der Wachstumsdynamik den Euro mittelfristig stärker unterstützen könnten.
Das Pfund Sterling verlor im Monatsverlauf gegenüber dem US-Dollar an Wert. Die Bewegung erscheint jedoch eher als Ausdruck der Dollarstärke denn als Folge einer grundlegenden Neubewertung der Risiken im Vereinigten Königreich. Der Zinsvorteil des Pfunds stützt es weiterhin gegenüber anderen Währungen außerhalb des US-Dollars. Der Fokus richtet sich nun auf die Ernennung des neuen Finanzministers sowie den Herbsthaushalt (Autumn Budget).