Informationen und qualifizierte Einschätzungen zu Chancen und Risiken
030-288 817-20
1671
Investitionschancen in Brasilien

Brasilien: Inflation rauf, Leitzins runter

© Picture Alliance
Der Iran-Konflikt belastet die Wirtschaft in Brasilien. Steigende Energiepreise mindern die Kaufkraft, dennoch sehen FUCHS-Devisen gute Investitionschancen.

Der Iran-Konflikt drückt auch am Zuckerhut auf die Stimmung. Der Energiepreisanstieg raubt den Verbrauchern Kaufkraft und belastet die Konsumlaune. Dennoch sehen wir gute Möglichkeiten, in Brasilien zu investieren. 

Im Mai stieg die Teuerung auf 4,72% und legte damit das dritte Mal in Folge zu. Ob sich das Friedensabkommen zwischen den USA und Iran mittelfristig energiepreisbremsend erweist, bleibt abzuwarten. Die Lieferengpässe durch die geschlossene Straße von Hormoz wirkten auch in den Berichtsmonat. Die Energiepreise zogen nach einem Plus von 8,8% im Vormonat um weitere 8,9% an. Die gestiegenen Energiepreise haben sich auch auf alle anderen Subkategorien preistreibend ausgewirkt. Lediglich Transport- und Ausbildungsdienstleistungen gaben im Preis nach.

Hohe Inflationserwartungen

Auch die Inflationserwartungen sind hoch. Die Dynamik der Inflationsentwicklung legt die Erwartung weiter anziehender Preise nahe. Auch wenn zwischenzeitlich die Energiepreise als Treiber wegfallen sollten, dürfte sich die dadurch entfachte Inflation in der Vorproduktion verstetigen. 

Das Inflationsziel der Notenbank von 3% (plus/minus 1,5%) dürfte in immer weitere Ferne rücken. Die Währungshüter erwarten für das laufende Jahr einen Preisauftrieb von 5,3% und für nächstes Jahr immerhin von 4,1%. Sehr wahrscheinlich liegen diese Schätzungen aber noch zu tief. Dennoch führt die Notenbank den im März begonnenen Zinssenkungszyklus fort. Sie senkte den Leitzins zuletzt um 25 Basispunkte auf 14,25%. Die Geldhüter stützen so die Konjunktur, obwohl sie Inflationsdruck konstatiert.

Konjunktur noch robust

Im ersten Quartal wuchs die Wirtschaft um 1,8%. Die Arbeitslosenrate legte dennoch auf 5,8% zu. Dennoch klettert das Lohnniveau weiter. Die monatlichen Durchschnittslöhne stiegen von 3.719 Real (umgerechnet circa 630 Euro) auf 3.732 Real (circa 633 EUR).

Mit den Einzelhandelsumsätzen ging es zuletzt dennoch um 1,5% nach unten. Der Rücksetzer erfasste nahezu alle Sektoren. Dies dürften die Nachwehen des Energiepreisanstiegs der zurückliegenden Monate sein. Konjunkturelle Vorlaufindikatoren zeigen eine weitere Abschwächung an.

Hoher Real-Zins zieht Kapital an

Sowohl die Einkaufsmanager des herstellenden Gewerbes wie auch der Dienstleister zeigten sich in ihrer jüngsten Umfrage verhalten. Die Produzenten rutschten mit 49,1 Zähler sogar unter die Expansionsschwelle. Der Dienstleistungssektor lag mit 50,4 knapp darüber.

Realzins und Zinsdifferenz wirken wie ein Magnet und schieben den Real an. Bond-Fans kommen am Zuckerhut auf ihre Rendite. Mit der Tripple-A-Anleihe der IBRD fällt das Emittentenrisiko relativ gering aus. Die Anleihe läuft bis zum 09. Februar 2029 und offeriert einen Kupon mit 9,5%, der jährlich am 09. Februar fällig wird. Bei einem Kurs von 91,39% rentiert die Anleihen effektiv mit 13,58%.

Fazit: Die Notenbank stützt die Konjunktur, obwohl die Inflation anzieht. Der Zinsabstand zu Bund oder US-Treasuries ist mit mehr als 1.000 Basispunkten groß. Anleger nutzen diesen und veredeln ihre Rendite mit einem anziehenden Real.
Neueste Artikel
  • Fuchs plus
  • Serviceangebot für Stiftungen 2026

Was Stiftungen heute verlangen

Illustriert mit Microsoft Copilot
Stiftungen stellen besondere Anforderungen an Banken und Vermögensverwalter. Neben Performance rückt heute vor allem die Qualität der Services in den Vordergrund. Im aktuellen Analysejahr mussten Anbieter detaillierte Fragen zu ihrem Serviceangebot beantworten. Das Ergebnis zeigt: Wer überzeugen will, muss weit mehr liefern als standardisierte Leistungen. Gefragt sind individuelle Betreuung, Transparenz, Nachhaltigkeit und echte Partnerschaft auf Augenhöhe im täglichen Umgang und darüber hinaus.
  • Gesamtschau und Wochenbericht in KW 29 für PP V, PP VII, PP VIII und PP IX

FUCHS-Performanceprojekte: Risikodisziplin bleibt der entscheidende Erfolgsfaktor

Illustriert mit Canva und ChatGPT
Vier Projekte, hunderte Anlageentscheidungen und völlig unterschiedliche Strategien. Dennoch zeigt die aktuelle Auswertung der FUCHS-Performance-Projekte ein erstaunlich einheitliches Bild. Nicht die aggressivsten Portfolios stehen vorne, sondern die Manager mit der konsequentesten Risikokontrolle. Während einzelne Häuser spektakuläre Vermögensstände erreichen, überzeugen andere durch außergewöhnliche Stabilität. Lesen Sie hier.
  • Fuchs plus
  • Wochenbericht zu Projekt IX in KW 29: Vermögensverwalter im Belastungstest

BTV, Berliner Sparkasse, Deka und LLB vor der Benchmark

Illustriert mit Canva und ChatGPT
Das Benchmarkdepot setzt auch in Projekt 9 (Stiftungsportfolio) hohe Maßstäbe. Dennoch gelingt vier Vermögensverwaltern der Sprung über die Referenzmarke. Während die Bank für Tirol und Vorarlberg das Feld beim Vermögensstand anführt, überzeugen Berliner Sparkasse, Deka Vermögensmanagement und die Liechtensteinische Landesbank mit konstant starken Ergebnissen. Die aktuellen Zahlen zeigen, wer Risiken kontrolliert und warum die Mehrheit der Teilnehmer hinter der Benchmark zurückbleibt.
Zum Seitenanfang