Hier können Sie zwischen der Ansicht für Geschäftskunden und Privatkunden wechseln.
Informationen und qualifizierte Einschätzungen zu Chancen und Risiken
030-288 817-20
Geschäftskunde
Privatkunde
0,00 €
2441
Zinsentscheidungen bringen Forex-Markt in Schwung

CHF und NOK mit Chancen, GBP mit Risiken

© Gina Sanders / Fotolia
In Europa geht es an den Devisenmärkten rund. Nach etlichen Zinsentscheidungen sind die Forex-Kurse in Schwung gekommen. Bei der NOK deutet sich jetzt eine fundamentale Trendwende an. Auch für den CHF sehen FUCHS-Devisen eine interessante Ausgangslage. Und mit Blick auf Großbritannien steht die Frage im Raum, ob die Bank of England vor der Inflation kapituliert und das GBP fallen lässt.
Am Devisenmarkt sehen wir gerade viele interessante Entwicklungen. Nach der EZB hat auch die Schweizerische Nationalbank die Zinsen angehoben. Trotz der allgemeinen Bankenunruhe und der besonderen Situation um die Credit Suisse, die sich in einer Not-Heirat zur UBS geflüchtet hat, fokussieren die Geldhüter der Alpenrepublik klar auf Inflationsbekämpfung. Die SNB hat den Leitzins um 50 Basispunkte auf 1,5% angehoben. Sie wird diesen Zinspfad auch weiter beschreiten, zumal die Inflation leicht angezogen ist. Den Franken dürfte diese Geldpolitik im aktuellen Umfeld stützen. 

NOK dreht den Abwärtstrend

Auch in Norwegen wurden die Leitzinsen weiter erhöht. Es ging um 25 Basispunkte auf nun 3% hinauf. Auch bei dem Nordlicht liegt der Fokus klar auf einer stringenten Inflationsbekämpfung. Das hat der Krone Rückenwind gegeben und im Chartbild deutet sich eine Top-Formation an. Untermauert wird diese durch die Überlegung, dass die Norges Bank die Inflation konsequenter wird bekämpfen können als die EZB. Daraus leiten wir ab, dass EUR|NOK jetzt den Trend drehen und die NOK wieder zulegen wird.

Kapituliert die Bank of England vor der Inflation?

Kritisch wird die Lage in Großbritannien (FD vom 17.03.2023). Dort ist die Inflation weiter gestiegen. Die Kerninflation zog kräftig auf 6,2% an (Vormonat 5,8%). Die Inflationsrate stieg parallel von 10,1% auf 10,4%. Das passt gar nicht zu der Position der Bank of England, die auf ihrer jüngsten Zinssitzung schon eine Zinspause in Aussicht gestellt hat. 

Für die BoE ist die Lage unbequem. Hält sie an ihrer vorsichtigen Ankündigung fest, dann lässt sie die Inflation laufen. Das käme schon fast einer Kapitulation gleich. Erhöht sie die Zinsen - eventuell sogar kräftig - gesteht sie den Märkten ein, dass sie sich in der Inflationsentwicklung brutal verschätzt hat. Im Pfund rechnen wir daher mit hoher Volatilität. Angesichts der Tatsache, dass die BoE viel zu locker bleiben wird, rechnen wir eher mit Pfund-Schwäche. 
Fazit: Die Notenbanken schlagen unterschiedliche Richtungen ein. Je kleiner die Notenbank ist, desto klarer scheint der Fokus auf Inflationsbekämpfung ausgerichtet und umsetzbar. NOK und CHF haben Aufwärtschancen gegenüber dem Euro. Für das GBP wird die Lage kritisch.
Neueste Artikel
  • Gesamtschau und Wochenbericht in KW 15 für PP V, PP VII, PP VIII und PP IX

Vier Performance‑Projekte, ein Befund: Struktur schlägt Aktion

Illustriert mit Canva und ChatGPT
Vier Performance‑Projekte, vier völlig unterschiedliche Anlegerwelten – und doch eine klare, datenbasierte Botschaft. Kalenderwoche 16 zeigt eindrucksvoll, dass Rendite nicht aus Bewegung entsteht, sondern aus Struktur. Während in einzelnen Projekten aktiv umgeschichtet wird und hohe Volumina fließen, bleiben andere Portfolios vollkommen ruhig – und erzielen dennoch bessere Ergebnisse. Die Zahlen aus Projekt 5, 7, 8 und 9 entlarven, was Vermögensverwaltung heute wirklich erfolgreich macht.
  • Wochenbericht zu Projekt IX in KW 16: Rendite, Risiko und Handel

Liechtensteinische Landesbank, DGK & Co. und DRH: Diese Häuser schlagen die Benchmark in Projekt 9

Illustriert mit Canva und ChatGPT
Das Performance-Projekt 9 (Stiftungsportfolio) zeigt in Kalenderwoche 16 ein selten klares Kräfteverhältnis. Während einige Portfolios mit hoher Umschichtungsfrequenz agieren, bleiben andere ruhig – und erzielen dennoch bessere Ergebnisse. Mehrere Vermögensverwalter übertreffen das Benchmarkdepot deutlich, ohne einen einzigen Trade auszuführen. Wer wissen will, warum Struktur derzeit mehr zählt als Aktion und welche Portfolios Risiko und Ertrag in Einklang bringen, findet hier die Antworten.
  • Wochenbericht zu Projekt VIII in KW 16: Performance, Gewinner und Verlierer

LBBW Schweiz, Zürcher Kantonalbank Österreich und Julius Bär schlagen das Benchmarkdepot

Illustriert mit Canva und ChatGPT
Die Kalenderwoche 16 zeigt im Projekt 8 die stille Macht der Allokation. Ohne Umschichtungen, ohne taktische Korrekturen wirken allein Marktbewegung und Portfoliostruktur. Das Benchmarkdepot legt spürbar zu – doch mehrere Banken ziehen vorbei, andere bleiben überraschend zurück. Diese Woche offenbart, welche Fondsstrategien tragen, wo Risiko bezahlt wird und wo Vorsicht zur Renditebremse wird.
Zum Seitenanfang