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2024
Chile auf Wachstumskurs: Rohstoffe beflügeln Wirtschaft und Arbeitsmarkt

Chile: Starker Rohstoffsektor, starker Peso

© Banco Central de Chile
Die chilenische Wirtschaft boomt dank eines starken Rohstoffsektors. Die Handelsbilanz erreichte ein Zehnjahreshoch, während die Inflation sinkt. Das lässt Zinssenkungen und einen weiter erstarkenden Peso erwarten. Anleger können mit Rohstoff-Spezialisten profitieren.
Die Konjunktur in Chile läuft - und der Peso läuft mit. Getrieben wird die Wirtschaft des Landes von einem starken Rohstoff-Sektor. Mit einem Überschuss von 3,8 Mrd. USD erreichte die Handelsbilanz ein neues Zehnjahreshoch. Die Ausfuhren von Bergbauunternehmen boomten. Insbesondere erfreute sich Kupfer hoher Beliebtheit. Das Metall trägt circa 20% zu den Exporten bei. Knapp 75% der Ausfuhren werden vom Verkauf der Bodenschätze gestemmt. 40% der Exporte gehen nach China. Sollte es im Reich der Mitte mit der Konjunktur wieder dynamischer nach oben gehen, profitiert Chile überproportional.

Der Arbeitsmarkt erholt sich. Seit dem Erreichen des Zwischenhochs im Sommer vorigen Jahres bei knapp 9% fällt die Arbeitslosenrate mit erhöhter Dynamik. Im vierten Quartal sank sie auf 8%. Umgekehrt erreichte der durchschnittliche Stundenlohn mit 7.145 CLP im Dezember ein neues Hoch.

Entspannung an der Inflationsfront

Mit 2,8% lag die Teuerung im Januar unter dem Vormonat (3,5%). Kleidung und Finanzdienstleistungen beschleunigten diesen Trend, während die Ausgaben für Bewirtung, Gesundheit und Ausbildung zulegten.

Wir erwarten daher eine baldige Zinsensenkung. Für die nächste Sitzung am 24. März ist ein Schritt um 25 Basispunkte wahrscheinlich. Die Disinflation könnte aber sogar zu einer größeren Zinssenkung führen. Denn die Teuerung fiel bereits unter das Notenbankziel von 3%. Die nächsten Inflationsdaten gibt es am 06. März.

Rohstoff-Spezialist mit Dividendenpotenzial

Ein lukratives Investment ist Sociedad Quimica y Minera de Chile (SQM). Das Unternehmen ist weltweit führend in der Herstellung von Lithium, das knapp 50% Umsatzbeitrag liefert. Daneben werden noch Pflanzennährstoffe als Grundlage für Düngemittel, Kalium, Industriechemikalien und Jod produziert. Die Bilanz hinterlässt einen relativ stabilen Eindruck mit einer Eigenkapitalquote von gut 45%. Ratingagenturen sehen SQM als stabilen Schuldner. Fitch vergibt ein AA und S&P ein BBB+, was einem qualitativ gutem Investmentgrade entspricht. Das Umsatzwachstum soll sich in den nächsten Jahren nach einem Rückgang in 2024 wegen fallender Lithiumpriese wieder erholen. Kurzfristig belastet die Volatilität in den Rohstoffpreisen. Langfristig dürfte im Fahrwasser der Elektromobilität das Unternehmen überdurchschnittlich profitieren. In den nächsten vier Jahren soll das Umsatzwachstum bei durchschnittlich knapp 15% pro Jahr liegen. 

Die Bewertung des Unternehmens ist für einen Marktführer sehr gut. Das Kurs-Gewinn-Verhältnis für das laufende Jahr wird auf 17 geschätzt. Die in Aussicht stehende Dividende wird mit 1,618 USD prognostiziert, was in eine Rendite von 2,25% münden würde. Die Ausschüttungsquote liegt bei knapp 39% mit Luft nach oben.
Fazit: Die Konjunktur ist gut und beschleunigt. Der Bergbau spült Devisen ins Land und füllt die Taschen der Verbraucher. Wir sehen gute Chancen bei Rohstoff-Spezialisten, die noch einen Peso-Hebel haben.
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