Hier können Sie zwischen der Ansicht für Geschäftskunden und Privatkunden wechseln.
Informationen und qualifizierte Einschätzungen zu Chancen und Risiken
030-288 817-20
Geschäftskunde
Privatkunde
0,00 €
1953
Yuan trotzt Konjunkturschwäche: Starke Exporte ziehen

China: Exporte boomen, Investitionen schwächeln, Yuan steigt

© Comugnero Silvana / Fotolia
Der Yuan zeigt Stärke, obwohl Chinas Wirtschaft im vierten Quartal schwächelte. Das BIP wuchs 2025 um 5%, trotz Konsum- und Investitionsschwäche. Während Exporte die Erwartungen übertrafen, bleibt der Immobiliensektor ein Sorgenkind. Investitionen könnten jedoch wieder anziehen. Bekommt der CNY langsam eine neue Perspektive?
Der Yuan zieht kräftig an. Das ist etwas erstaunlich, denn im vierten Quartal schwächelte die Konjunktur im Reich der Mitte. Das BIP wuchs nur mit 4,5% (nach 4,8% im Vorquartal). Im Gesamtjahr 2025 stieg das BIP um 5%, trotz Konsum- und Investitionsschwäche.

Der Export ist und bleibt das Zugpferd. Die Ausfuhren legten im Vorjahr um 5,5% auf 1,2 Bio. USD zu. Südostasien, Europa und Afrika waren die bevorzugten Ziele. Halbleiter und Fahrzeuge waren die Kassenschlager. Trotz niedrigeren Wachstums als 2024 (+5,8%) übertrafen die Ausfuhren die Erwartungen der Beobachter.

Investitionen könnten anziehen

Die Investitionen haben Aufholpotenzial. Sie trugen nur zu 15,3% zum Wirtschaftswachstum bei und schwächten sich im Vergleich zum Vorjahr deutlich ab (25,2%). Insbesondere litt der Immobiliensektor. Der Verkauf neuer Häuser ging um 27% zurück und rückläufige Immobilienpreise drückten den Konsum. Sollte der Immobiliensektor dieses Jahr wieder Fuß fassen, würde ein wichtiger Wachstumstreiber wieder anspringen. Die Zulieferer hätten wieder mehr zu tun, auch Banken könnten wieder von einem wachsenden Kreditbuch berichten.

Die Notenbank hält weiter still und stützt damit die Wirtschaft. Auf ihrer jüngsten Sitzung am 20. Januar hat die PBoC die Kreditzinsen für Ein- und Fünfjährige unverändert bei 3,0% und 3,5% belassen. Anstatt mit breitangelegten Maßnahmen will die Regierung künftig sektorspezifisch unterstützen. Mit einer aktiven Fiskalpolitik und einer moderat expansiven Geldpolitik könnte der Deflation entgegengewirkt werden.

Inflation bleibt im Zaum

Die Inflation legt derweil zu. Im Dezember lag die Teuerung mit 0,8% höher als im Vormonat (0,7%). Vor allem Lebensmittel trieben die Preise an. Die Kernrate, ohne Lebensmittel und Energie, verharrte bei 1,2% und damit auf dem höchsten Stand seit 20 Monaten. In Anbetracht des niedrigen Inflationsniveau könnten die Zinsen dennoch weiter sinken.

Trotz der wachsenden Verbreitung von Elektrofahrzeugen in China ist Öl und Gas unverzichtbar. Ein führender Anbieter zur Produktion von fossilen Brennstoffen und deren Vertrieb ist Petrochina (WKN A0M4YQ). Das Unternehmen wird mit einem Kurs-Buchwert-Verhältnis von 0,8 gehandelt. Das Kurs-Gewinn-Verhältnis liegt bei unter 9 und die in Aussicht stehende Dividende mündet in eine Rendite von knapp 6%.

Fazit: Wir halten den Yuan für aussichtsreich. Wer auf China setzt, wählt Unternehmen mit einer führenden Marktstellung. Trotz wirtschaftlicher Unsicherheiten dürften diese weiterhin gute Geschäfte machen.

Neueste Artikel
  • Fuchs plus
  • Länderblick deutschsprachiger Raum

Von Masse und Klasse

Erstellt mit Canva
Liechtenstein setzt die Benchmark im Private Banking: Höchster Median, 75 % Top-10-Anteil und ein qualitativer Score von über 200 Punkten zeigen systematische Exzellenz. Österreich überzeugt mit Klasse statt Masse, die Schweiz bleibt solide, aber ohne Glanz. Deutschland bringt die größte Zahl an Instituten – doch die qualitative Dichte ist gering. Masse dominiert, nicht die Klasse.
  • Fuchs plus
  • Barrick Mining Corp. mit erfolgreicher Einigung in Mali

Gold und Kupfer treiben Barrick Minings

Barrick Mining, eines der größten Bergbauunternehmen, erlebte 2025 Herausforderungen in Mali. Jetzt konnte das Unternehmen eine Einigung erzielen, die die Förderrechte bis 2036 sichert. Für 2026 plant Barrick die Abspaltung nordamerikanischer Goldprojekte und einen Teilbörsengang.
  • Fuchs plus
  • Im Fokus: Gold- und Silber-Aktien

Krasse Korrektur bringt Kaufkurse

Gold und Silber erlitten kürzlich drastische Einbrüche, doch die Erholung ist bereits im Gange. Gold hat sich über die 5.000-Dollar-Marke zurückgekämpft, während Silber um 25% zulegte. Die Notenbanken und Investoren bleiben Gold treu, während die industrielle Nachfrage nach Silber rasant wächst. Haben Gold- und Silber-Aktien schon wieder Kaufkurse erreicht?
Zum Seitenanfang