Hier können Sie zwischen der Ansicht für Geschäftskunden und Privatkunden wechseln.
Informationen und qualifizierte Einschätzungen zu Chancen und Risiken
030-288 817-20
Geschäftskunde
Privatkunde
0,00 €
2082
Notenbank will Konjunktur in Schwung bringen

China: Rendite-Anstieg trotz Deflation

In China steigen die Renditen, die Inflation dreht aber wieder nach unten. Erstmals seit Januar 2024 wurde sogar eine Deflation gemessen. Im Umfeld dieser widersprüchlichen Signale steigt der CNY kräftig an. Was bedeutet das und wie können Anleger das nutzen?

Die chinesische Konjunktur hat nach oben gedreht. Wesentlich unterstützt wurde das von Stimuli-Paketen. Die Notenbank steht auch weiter Gewehr bei Fuß, ihren stützenden Kurs mit weiteren Maßnahmen zu ergänzen. Gespiegelt wird das auch in China vom Anleihemarkt. Auf dem zogen die Renditen länger laufender Anleihen an.

Das strahlt auf den CNY aus. Nach Erreichen des Hochs bei 7,42 EUR|CNY startete der Yuan eine Abwertungsbewegung, die ihn in die Nähe der Unterstützung bei 7,9 EUR|CNY geführt hat. Mit Blick auf den Dollar zeichnet sich seit Anfang des Jahres eine relative Stärke des Yuan ab. Die Wahrscheinlichkeit, dass das Währungspaar EUR|CNY ähnlich tendiert, ist hoch.

War die Inflation ein Ausrutscher?

Die Teuerung im Februar rutschte kräftig auf minus 0,7% ab. Damit registrieren wir den ersten Monat einer Deflation seit Januar 2024. Ob damit eine neue Deflationsspirale in Gang gesetzt wurde, ist jedoch noch fraglich. Im Nachgang zum Frühlingsfest Ende Januar sank auch die Nachfrage der Konsumenten und eine Wiederholung ist eher zweifelhaft. Denn die Inflation in China hat sich seit nunmehr gut zwei Jahren nicht mehr nachhaltig erhöht. In den jüngsten sechs monatlichen Erhebungen ging sie jeweils zurück. 

Noch bleibt abzuwarten, wie lange sich dieser Rückgang fortsetzt. Auffällig ist: Trotz erhöhter Inflationsrisiken, die aus anderen Industrieländern aus Lieferketten berichtet werden, scheint dies für China kein Thema zu sein. Der Grund dafür dürfte den den hohen Überkapazitäten im Reich der Mitte liegen. Das dürfte auch die Grundlage für eine weitere Zinssenkungsrunde sein. Auf ihrer jüngsten Sitzung beließ die PBoC die Benchmark der einjährigen Kredite bei 3,1%.

Diversifiziert mit ETFs

Anleger, die auf China setzen wollen, können das gut mit dem halbjährlich ausschüttenden IShares China CNY Bond (WKN A14T8G). Der öffnet Anlegern den Zugang zu 108 Staats- und Bankanleihen in lokaler Währung mit einem Investmentgrade. Die jährliche Gesamtkostenquote des vollständig replizierten Fonds beziffert sich auf 0,35%. Die Ausschüttungsrendite liegt bei 2,3%. 

Wer auf Tech-Aktien setzen will, findet mit dem vollständig replizierten und thesaurierenden HSBC Hang Seng China Tech ETF (WKN A2QHV0) eine lukrative Alternative zu den relativ teureren US-Pendants. Die 30 Positionen umfassen unter anderem Online-Größen wie Alibaba oder Tencent aber auch Xiaomi. Die Gesamtkosten belaufen sich jährlich auf 0,5%.

Fazit: Wir sehen Chancen im Reich der Mitte. Die sich aufhellende Konjunktur gibt auch der krisengeschüttelten Immobilienbranche wieder Hoffnung. Der Yuan steht für eine Aufwertung in den Startlöchern und gibt einen Rendite-Kick für Aktien und Anleihen.
Neueste Artikel
  • Wochenbericht zu Projekt V in KW 15: Rendite, Risiko und Marktdynamik

Risiko ohne Aktion: Die stille Woche im Performance‑Projekt 5

Illustriert mit Canva und ChatGPT
Kalenderwoche 15 war eine Woche ohne Handelsaktivitäten – und genau deshalb besonders aufschlussreich. Die Vermögensverwalter im Performance‑Projekt 5 (vermögensverwaltende Fonds) ließen ihre Portfolios unverändert, während die Märkte arbeiteten. Wer genauer hinschaut, erkennt: Gerade in der Ruhephase zeigen sich Struktur, Risikoprofil und Managementstil deutlich. Diese Woche liefert seltene Klarheit darüber, wie Vermögen, Entwicklung und Drawdown wirklich zusammenhängen.
  • Fuchs plus
  • Positive Marktreaktionen auf Waffenstillstandsaussichten im Iran-Krieg: Euro und Anleihen profitieren

Euro holt gegenüber US-Dollar auf

Die Kombination aus stärkerem Euro und niedrigeren Ölpreisen dürfte sich dämpfend auf die Inflation auswirken. Damit kommt die EZB vielleicht an einer Erhöhung des Leitzinses vorbei. Das ist gut für die Konjunktur.
  • Fuchs plus
  • Devisenausblick: Wie sich der Euro kommende Woche behauptet

Euro im Wochencheck: Zwischen Yen-Stärke und Rohstoffdruck

Der Euro geht ohne eigenes Zinssignal in die neue Woche. Während er gegenüber Dollar und Franken stabil bleibt, entwickelt er sich uneinheitlich zum Yen und zum Australischen Dollar. Welche Termine Einfluss auf das Wechselkursgeschehen haben können, erläutern FUCHS-DEVISEN.
Zum Seitenanfang