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Konjunktur-Wolken lichten sich

Chinas Wirtschaft wieder im Aufwärtstrend

China auf der Landkarte. © Stephen Finn / Fotolia
Während in Europa die Konjunktursorgen weiter wachsen, blickt die Wirtschaft im Reich der Mitte recht optimistisch in die Zukunft. Nach starken Zahlen steht einem erfolgreichen 3. Quartal 2022 wenig im Wege. Allerdings bleibt ein Unsicherheitsfaktor weiter bestehen.
In China hat eine wirtschaftliche Erholung eingesetzt, die dem Yuan und chinesischen Papieren gut tun wird. Das BIP-Wachstum im zweiten Quartal betrug trotz Lockdowns immerhin 0,4% - der Markt hatte im Konsens mit einer negativen Rate gerechnet. Dennoch steigen bereits wieder die Einzelhandelsumsätze: Nach -5,9% im Jahresvergleich Mai, kletterten sie im Juni auf +3,1%. Die Autoverkäufe liegen +13,9% über den Vorjahreszahlen, was vermutlich auf hohe Subventionen zurückzuführen ist.

Umsätze, Investitionen und BIP-Prognosen zeigen nach oben

Auch die Investitionstätigkeit belebt sich wieder spürbar. Spitzenreiter ist hier das verarbeitende Gewerbe mit +10,1% ggü. Vorjahr. Die Investitionen in Infrastruktur liegen +6,1% über den Vorjahreswerten. Sorgen bereitet allerdings weiterhin der Immobilienmarkt. Hier nahm die Investitionstätigkeit um -5,4% ab. Die Peoples Bank of China ließ ihren Leitzins zuletzt unverändert. Die Inflation liegt bei moderaten 2,5%.

Das BIP-Ziel der Pekinger Führung von 5,5% für 2022 wird wohl nicht erreicht. Allerdings wird es wohl auch nicht so "trüb", wie noch vor einigen Monaten gedacht. In Folge der guten wirtschaftlichen Entwicklung setzte die ING ihr Wachstumsziel jüngst von 3,6% auf 4,4% herauf. Das sind Raten, von denen westliche Industriestaaten derzeit nur träumen können.

Anlagechancen in China

Den Yuan wird das weiter stärken. Nachdem USD|CNY im Mai von Kursen um 6,3 bis fast an 6,8 geschossen ist, hat sich seither eine Seitwärtsphase (Charttechnisch: Flaggenformation) gebildet. Die sich verbessernde wirtschaftliche Entwicklung Chinas dürfte den Yuan weiter stärken. Auch, dass die US-Notenbank Federal Reserve wieder erste Lockerungs-Andeutungen macht, dürfte eher auf das Kontor des Yuan, als auf das des Greenbacks einzahlen. Zum Euro ist Chinas Währung ohnehin in der Vorhand. FUCHS-Devisen gehen daher CNY-Long.

Interessant sind aus Sicht von FUCHS-Devisen auch Aktien aus dem Reich der Mitte. Anleger sollten zwar eine gewisse (politische) Risikotragfähigkeit mitbringen. Allerdings sind die Wachstumsaussichten gerade im Bereich E-Mobilität und Infrastruktur gut. Einen Blick Wert ist z.B. die Aktie der E-Auto-Schmiede BYD (ISIN: CN E10 000 029 6) oder etwa die Aluminum Corp of China ADR (ISIN: US 022 276 109 2). 

Fazit: China hat einen guten Erholungspfad eingeschlagen. Der größte Unsicherheitsfaktor ist die kaum vorhersehbare chinesische Lockdown-Politik. Wer dieses Risiko aushalten kann, findet im Reich der Mitte gute Anlagemöglichkeiten.
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