Chinesischer Yuan gerät ins Trudeln
Die überraschende Ankündigung von Autozöllen in den USA hat den chinesischen Yuan in Turbulenzen gestürzt. Innerhalb kürzester Zeit fiel der CNY gegenüber dem Euro drastisch. Politische Entscheidungen sorgen für extreme Unsicherheiten auf den Forex-Märkten, und weitere Überraschungen aus Washington könnten folgen.
Die überraschende Autozoll-Ankündigung aus den USA hat den Chinesischen Yuan zum Einsturz gebracht. Mit der Ankündigung der Einführung ab 2. April ist CNY gegenüber dem Euro heftig abgestürzt. Es ging von 7,80 EUR|CNY auf im Tief 8,39 EUR|CNY im Sturzflug abwärts. Zwar hat sich der Kurs des Yuan in einer schnellen Gegenbewegung auf aktuell 8,11 EUR|CNY wieder erholt. Der Druck auf den CNY bleibt aber hoch.
CNY im Sturzflug
Dieser Mega-Absturz zeigt, wie groß das Risiko hoher Kursschwankungen gerade ist (FD vom 21.3.). Politische Nachrichten können im aktuellen Umfeld extreme Kursverwerfungen auslösen. Angesichts der zum Teil sprunghaften Haltung der US-Administration wird die Unsicherheit an den Forex-Märkten sehr hoch bleiben. Es ist durchaus denkbar, dass Trump in üblicher Manier wieder nur einen großen Stein ins Wasser wirft, um dann zu verhandeln und "Verschiebungen" anzukündigen. Genauso gut ist denkbar, dass Washington andere Überraschungs-Pakete auspackt.
Hinzu kommt das Risiko, dass die USA heftige Gegenreaktionen erzwingen. Die EU hat sich durch Zögern Bedenkzeit bis Mitte April "gekauft". Japan hat direkt mit scharfen Gegenzöllen gedroht. China wird ebenfalls Maßnahmen ergreifen. Diese können die Währungen ebenfalls "in Wallung" bringen.
Fazit: Die Unsicherheit an den Forex-Märkten war lange nicht so hoch wie aktuell. Kalkulieren Sie auch extreme Kurschwankungen ein. Langfristig sollten Sie an einer strukturellen Sicherung und Kalkulation mit Mittelkursen festhalten. Extreme Ausschläge können Sie jedoch als Opportunitäten nutzen, um Währungsabsicherungen in Tranchen zu optimieren.