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Damoklesschwert Zollkonflikt

Die kurzfristige Kursentwicklung des US-Dollar hängt entscheidend davon ab, ob es in der nächsten Verhandlungsrunde zwischen den USA und China zu konkreten Einigungen kommt. Ist das nicht der Fall, dürfte der Greenback noch vor dem Jahresende deutlich abwerten. Als Anlagewährung bleibt er dennoch interessant - bei bestimmten Papieren.

Bislang scheinen die Händler auf dem Devisenmarkt der bekannten Palmström-Regel zu folgen. Derzufolge kann nicht sein, was nicht sein darf. Konkret: Offenbar niemand rechnet derzeit damit, dass es keine schnelle (Teil-)-Lösung für den US-Handelskonflikt mit China geben könnte. Genau das könnte aber schon in wenigen Tagen gefährliche Folgen zeitigen. Wenn nicht bis zum 15.12. konkrete Einigungen auf dem Tisch liegen, die der Wahlkämpfer Donald Trump als „Erfolg" verkaufen kann, gibt es eine weitere Runde von Strafzöllen. Die würde den Dollar weiter belasten, auch gegenüber dem Euro.

Der Spielraum für weitere monetäre Lockerungen - um negativen Trends auch aufgrund des Handelskonfliktes - zu begegnen, ist zudem begrenzt. Dem grundlegend positiven Trend stehen vor allem Abwärtsrisiken gegenüber, positive Überraschungen sind kaum denkbar.

Dennoch bleibt der Dollar aufgrund der besseren Renditen (T-Bills bringen bereits 1,5%) als Anlagewährung interessant. Denn der Greenback wird auch in den kommenden Monaten seinen Zinsvorsprung behalten. Selbst wenn die Fed überraschend den Leitzins nochmal senken sollte, gibt es für Dollar-Anlagen noch höhere Zinsen als im Euroraum.

Fazit

Sofern längerfristig festverzinslich angelegt werden soll, ist der Dollar nutzbar, insbesondere bei Papieren stabiler Emerging Markets.

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