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Türkische Lira

Das hatten wir schon einmal

Wiederholt sich die Geschichte? Copyright: Pixabay
Der türkische Präsident hat Murat Uysal nach weniger als 18 Monaten an der Spitze der Notenbank TCMB abgelöst, weil dieser Zinserhöhungen indirekt durchgesetzt hat. Auf den folgenden Kurseinbruch der Lira hin deutete Erdogan sein Einverständnis zu Zinserhöhungen an. Das wirkte.

Der türkische Präsident hat Murat Uysal nach weniger als 18 Monaten an der Spitze der Notenbank TCMB abgelöst. Die Währungshüter hatten unter Uysals Regie die offiziell verpönten, auf Grund der Lage aber dringend benötigten Zinserhöhungen indirekt durchgesetzt. Dazu hatten sie das Volumen der normalen Refinanzierungen der Banken eng begrenzt. Die Geldhäuser wurden damit immer stärker auf die teureren Fazilitäten (overnight und late liquidity) verwiesen. Im im Effekt läuft die Maßnahme also auf eine Zinsanhebung hinaus.

Versprochen, gebrochen

Das blieb auch dem Präsidenten nicht verborgen. Er feuerte den unbotmäßigen Uysal. Nach vollzogenem Wechsel zum neuen Notenbankchef Naci Ağbal erholte sich die Lira ganz überraschend. Die Ursache: Präsident Erdogan deutete an, dass er die nötigen Straffungen billigen würde.

Indes: Ähnlich wurde im Juli letzten Jahres dem Publikum der Wechsel von Murau Çetinkaya zu Murat Uysal „verkauft“. Auch damals gab es eine kurzlebige Erholung der türkischen Lira. Erdogan schien anzukündigen, dass er ab sofort mit Zinserhöhungen einverstanden sei. Das "Versprechen" hielt nicht lange.

Fazit: Der türkische Präsident wird von seinem Machtanspruch nicht ablassen. Dieser ist aber mit einer unabhängigen Notenbank unvereinbar. Der Trend der Lira wird daher weiter nach unten gehen.

Empfehlung: Das endlos laufende Zertifikat von BNP Paribas (DE000BP6F1H2) könnte für spekulativ agierende Anleger interessant sein.

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