Informationen und qualifizierte Einschätzungen zu Chancen und Risiken
030-288 817-20
0,00 €
1318
Geldtheorie in der Sackgasse

Das „Rätsel“ der fehlenden Konsumentenpreisinflation

Das billige Geld sprudelt. Dennoch bleibt die Inflation gering. Die Geldpolitik gehört auf den Prüfstand. Copyright: Pixabay
Trotz Jahren extrem lockerer Geldpolitik kommt die Inflation nicht ins Laufen. Auch die Konsumentenpreise steigen kaum und das obwohl die Arbeitslosenquoten auf einem historisch niedrigen Stand sind. Die Theorie und Praxis der Geldpolitik gehört auf den Prüfstand.

Die Inflation müsste längst sowohl in den USA als auch in Europa über alle Grenzen hinweg gehen. Denn es liegt eine Reihe an Jahren extrem lockerer Politik mit Null- und Negativzinsen hinter uns. Dazu die quantitative Lockerung. Die Inflation kommt aber nicht ans Laufen. Geschweige denn galoppiert sie, wie es doch zu erwarten wäre.

Das ist besonders auffällig in den USA. Die Arbeitslosigkeit hat dort historische Tiefststände erreicht. Das müsste nach dem klassischen Lohndruck-Muster deutliche Preissteigerungen ergeben. Mehr Jobs (Einkommen) bedeuten auch mehr Nachfrage, die den Anbietern Preisspielräume eröffnet.

Geldtheorie in der Sackgasse

Es funktioniert aber nicht – zumindest nicht bei den Konsumentenpreisen. Bei den Vermögenspreisen sieht das ganz anders aus. Ein Beleg, dass Theorie und Praxis der Geldpolitik gründlich überdacht werden müssen. Das billige Geld sucht sich ja seine Kanäle. Eine andere Überlegung: Die offizielle US-Arbeitslosenquote liefert ein verzerrtes Bild. Die Partizipations- und Beschäftigungsquoten gerade für den Kern der Arbeitsbevölkerung (25-54 Jahre) liegen dem IIF zufolge immer noch unter den Werten vor der Krise 2007/8. Das deutet auf eine verdeckte Arbeitslosigkeit, die den Lohndruck blockiert.

Fazit: So oder so muss mit weiteren scharfen Krisen á la 2007/8 gerechnet werden.

Meist gelesene Artikel
  • Fuchs plus
  • So rechnet der Betrieb richtig

Wenn Urlaub zu Geld wird

Urlaub ist laut Bundesurlaubsgesetz (BUrlG) zur Erholung da. Daher darf der Arbeitgeber dem Mitarbeiter diese Zeit eigentlich auch nicht in Geld umwandeln. Aber es gibt Ausnahmen: Wird das Arbeitsverhältnis beendet und es gibt noch ungenutzte Ansprüche, sind diese in Geld auszuzahlen. Nur: Wie berechnen sich die abgegoltenen Urlaubtage?
  • Fuchs plus
  • BMWi schüttet das Füllhorn aus

Neues Förderprogramm zur Digitalisierung

Ein neues Programm des BMWi fördert Digitalisierungsvorhaben. Die Palette reicht von Hardware, über Software bis hin zu Fortbildungen.
  • Im Fokus: Vegane Aktien

Alternative Ernährung bringt Gewinn

Immer mehr Menschen leben vegan. Copyright: Pexels
Vegane Lebensmittel erleben einen wahren Boom. Abgesehen von einigen Highflyern wie Beyond Meat profitieren aber noch einige mehr Unternehmen von dem Trend. Viele davon sind einer breiten Masse von Anlegern aber noch nicht bekannt. Wir bringen Licht ins Dunkel.
Neueste Artikel
  • Fuchs plus
  • Die Beseitigungspflicht besteht auch bei typischem Nutzerverhalten

Dübellöcher beim Auszug gehen gar nicht

Sie sind klein, rund, häßlich und meist auch nicht selten – Dübellöcher. Wer Bilder, Lampen, Schränke und Regale befestigen will, der kommt um sie nicht herum. Die Frage ist nur, was mit ihnen geschieht, wenn ein Mietverhältnis endet. Muss der Mieter vor dem Auszug die Löcher in der Wand verschließen oder nicht?
  • Fuchs plus
  • Fahrstuhl zählt zum vertragsmäßigen Gebrauch einer Wohnung

Kaputter Aufzug begründet Mietminderung

Anstatt viele Stufen im Treppenhaus zu steigen, ist das Leben mit einem Lift viel angenehmer. Was früher Luxus war, ist inzwischen durch die Bauordnungen der Länder vorgeschrieben. In Berlin beispielsweise bei Neubauten mit mehr als Stockwerken. Ausgesprochen ärgerlich ist allerdings, wenn der Aufzug defekt ist und ausfällt. Welche Pflichten hat der Vermieter in diesem Fall?
  • Fuchs plus
  • Mit Vertical Sky können Bebauungslücken geschlossen werden

Das Windrad wird neu erfunden

Die neue Windturbine Vertical Sky von Agile Wind Power. Copyright: Agile Wind Power
Strom in Deutschland ist teuer. Immer mehr Unternehmen und Kommunen setzen daher auf Eigengewinnung. Das ist oft mit hohem Aufwand insbesondere wegen des Emissionsschutzrechtes und der Abstandsgebote verbunden. Ein Startup aus der Schweiz kann nun Abhilfe schaffen.
Zum Seitenanfang