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Wenn Rom das Geld ausgeht ...

Das Risiko Italien wird unterschätzt

Italien belastet die Eurozone schwer. Copyright: Picture Alliance
Die Märkte signalisieren gerade Entspannung im Umgang mit Italien. Der Zinsspread zu deutschen Bundesanleihen ist rückläufig. Doch ein Marktereignis zeigt deutlich, wie knapp Rom am Abgrund wandelt.

In der Eurozone herrscht gerade eine trügerische Ruhe. Die Renditen der italienischen Anleihen haben sich zuletzt kaum noch verändert. Sie sind im Monatsvergleich zuletzt sogar wieder leicht gesunken. Der Haushaltsstreit um die Verschuldung scheint die Märkte also kaum noch zu beunruhigen. Der Auftrieb der Risikoprämien bleibt in einer Größenordnung, die keine Zahlungsprobleme verursacht.

Doch der bislang noch funktionierende Risikoausgleich durch höhere Prämien hat Grenzen. Italien trifft irgendwann auf eine harte Mauer. Von dieser Grenze an geben die Gläubiger kein zusätzliches Geld mehr her. Egal, wie hoch das Zinsangebot dann steigt. Dann droht der Staatsbankrott. Und es beginnt die Zeit der Rettungspakete durch IWF oder vielleicht auch durch die EU.

Dass diese harte Verschuldungsgrenze auch für Italien existiert, ist sicher. Und sie ist offenbar nicht mehr sehr weit entfernt. Die jüngste Emission von inflationsindexierten Anleihen für die inländischen privaten Anleger war ein Flop. Bei den drei vorangehenden Emissionen im Frühjahr und Herbst 2017 sowie im Frühjahr 2018 wurden durchschnittlich jeweils 3,7 Mrd. Euro erlöst. Jetzt kamen nur noch rund 850 Mio. Euro in die Kasse. Das ist ein klares Misstrauensvotum der italienischen Bürger. Wie weit reicht danach noch das Vertrauen der ausländischen Investoren?

Fazit: Das „Risiko Italien" ist offenbar weitaus größer, als in den Kursen erfasst. Der Druck auf den Euro wird steigen.

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