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Zu Lagardes Amtsantritt schlechte Wirtschaftszahlen

Der Euro bleibt geschwächt

Mario Draghi verlässt die Bühne der EZB, ihm folgt Christine Lagarde. Als sicher wird angenommen, dass sie Draghis expansiven geldpolitischen Kurs fortsetzt. Euro-Halter sollten sich darauf einstellen.

Der diese Woche aus dem Amt geschiedene EZB-Chef Mario Draghi dürfte die jüngsten Daten als Bestätigung seiner Politik genommen haben. Neuerliche Lockerungen wurden im September auf sein Betreiben hin beschlossen. Der sektorenübergreifende Einkaufsmanager-Index ist mit jetzt 50,2 Punkte noch dichter an die rote Linie herangerückt (zuvor 50,4). Nicht mehr nur die Konjunktur der verarbeitenden Industrie befindet sich jetzt auf Rezessionsniveau (45,7 Punkte); auch die Dienstleister stehen mit 51,8 Punkten mittlerweile schon nahe an der Grenze zur Stagnation.

Speziell die deutschen Daten fallen noch deutlich schlechter aus. Die Ursachen liegen hauptsächlich im internationalen Umfeld und treffen die exportorientierten Länder wie Deutschland überproportional.

Draghis Nachfolgerin Christine Lagarde wird an der aktuellen Ausrichtung der EZB wenig ändern. Allerdings wird sich die EZB angesichts der gewachsenen Risiken zukünftig stärker um die Stabilbitätsprobleme kümmern müssen – vor allem bei den Immobilienkrediten. Hier dürfte eine Straffung der Konditionen (etwa durch höhere Eigenmittelanteile der Kreditnehmer) bald zum Thema werden.

Fazit: In jedem Fall bleibt die EZB-Politik expansiv ausgelegt. Das macht den Euro als Anlage-Währung wenig attraktiv.

Empfehlung: Euro sollten nur aus Transaktions- und Sicherheitsgründen gehalten werden.

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