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Zinssenkung in Südafrika wahrscheinlich

Der südafrikanische Rand bekommt Schwung

Kapstadt (c) michaeljung/Fotolia
Die Rohstoffpreise kommen wieder in Schwung - und davon profitiert auch Südafrika. Das Land ist ein wichtiger Exporteur derzeit gefragter Rohstoffe. Hinzu kommt eine gute Perspektive, wenn sich die Automobilindustrie erholt. Der Südafrikanische Rand ist auf dem Sprung nach oben.

Der Rohstoffzyklus beschert Südafrika hohe Exporte und Deviseneinnahmen. Das Land am Kap der guten Hoffnung fördert Gold, Silber und Kupfer und die begehrten Industriemetalle Palladium und Platin. Das gibt auch dem Rand eine mittelfristig interessante Perspektive.  

Die Konjunktur in Südafrika lahmt allerdings weiter. Darum könnte die Notenbank am 30. Mai mit einer Zinssenkung überraschen. Das Wachstum soll für dieses Jahr bei nur 1,2% liegen. Der Leitzins liegt jedoch mit 8,25% deutlich über der Inflation von 5,3%. Die befindet sich damit auch innerhalb des Inflationszielkorridors von 3% bis 6%.

Rand mit Aufwertungspotenzial

Der Rand (ZAR) hat erhebliches Aufwärtspotenzial. Der Wechselkurs liegt bei knapp unter 20 EUR|ZAR. Hier gibt es eine solide Unterstützung für den Euro, die aufgrund der Rohstoffeinnahmen aber unter Druck kommen könnte. Das Momentum für den Rand wird größer. Steigt ZAR über 19, hat die Währung durchaus Luft bis in den Bereich von 17 EUR|ZAR.  An einer solchen Bewegung können Investoren auch mit Anleihen und Aktien partizipieren.

Für Risikobereite bietet die DZ Bank Endlos-Turbos, mit denen kurzfristig orientierte Anleger unmittelbar von einer Aufwertung profitieren können (ohne Laufzeitbegrenzung). Der Turbo mit der WKN DJ9LU7 hat einen Hebel von mehr als 29. Der Basispreis und die K.O.-Schwelle liegen bei 20,6282 EUR|ZAR. Mit einem Bezugsverhältnis von 100 notiert der Turbo aktuell bei 3,45 EUR.

Zinsjäger finden Beute

Wer in den Schuldner Südafrika investieren möchte, findet Staatsanleihen. Mit einem Bond (Ba2 von Moodys, spekulativer Bereich) können Investoren bis 28. Februar 2035 an einer Aufwertung partizipieren (mit der WKN A1Z4FV). Der Bond mit einem Kupon von 8,875% und einem Kurs bei 80,9% rentiert effektiv bis zum Laufzeitende mit 12,55%. Die halbjährliche Kupon-Zahlung steht zum nächsten Mal am 31. August an. 

Wer weniger Risiken eingehen möchte setzt auf einen Rand-Bond der IBRD (WKN 193270). Der Zero notiert mit 76%, läuft noch bis 14. Juli 2027 und weist eine Rendite von 9,5% auf. Der Schweizer Emittent Engadiner Kraftwerke hat ebenfalls ein Rand-Papier im Angebot. Die nicht geratete Anleihe (WKN A3LHGF) läuft noch bis 11. April 2030 und hat einen Kupon von 2%. Mit einem Kurs von 102,7% weist die Anleihe eine effektive Rendite bis zum Laufzeitende von 1,6% auf.

Minen-Aktien attraktiv

Auch für Dividendenliebhaber hat das Kap etwas zu bieten. Der Palladium-Preis hat sich seit April 2021 mehr als gedrittelt. Die Metalle werden vielfach in der derzeit krisengeschüttelten Automobilindustrie eingesetzt. Wer von einer Erholung ausgeht, dürfte mit Impala Platinum Holdings (WKN A0KFSB) profitieren. Das Unternehmen macht 39% seiner Umsätze mit Palladium und 28% mit Platin. Die Analysten sind allerdings skeptisch. Sie erwarten für 2024 ein Umsatzminus von gut 18% (KGV knapp 23).

Fazit: In Südafrika können Anleger antizyklisch auf Schnäppchenjagd gehen. Der Rand hat Potenzial und hebt die Rendite. Risikobereite positionieren sich.
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