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Gegen zwei nach vorne, gegen einen zurück

Der Yen hat Aufwärts-Momentum

Der Yen hat Aufwärts-Momentum. Copyright: Pixabay
In Japan setzt allmählich – wenn auch nicht so dynamisch wie in den USA, China oder Europa – die Konjunkturerholung ein. Das führt zu einer Aufwärtstendenz für den Yen. Die Frage ist nur, wie lange die anhält. Zu einer Währung ist die Stimmung bereits wieder gekippt.

Die Nach-Corona-Erholung in Japan nimmt weiter Fahrt auf. Der Geschäftsstimmungsindex Nippons verzeichnete jüngst ein 3-Jahres-Hoch. Und die gute Stimmung wird mit starken Wirtschaftszahlen unterfüttert: Der japanische Handelsbilanzüberschuss stieg im Juli auf 441 Mrd. Yen an. Die Maschinenbauer verzeichnen ein Auftragsplus von 18% im Vergleich zum selben Niveau des Vorjahres. Sorgen bereiten indes die steigende Inflation in Folge steigender Rohstoffpreise und nach wie vor die schleppenden Erfolge bei der Virus-Bekämpfung.

Vorerst ist der Yen aber durch die Pandemie-Erholungseffekte stark. Das bekam in dieser Woche der Euro zu spüren, den der Yen von 129,5 auf 128,3 schickte. Seit Juni wertete die Gemeinschaftswährung um etwa 4% gegenüber dem Yen ab. Auf Jahressicht sehen wir aber weiter Aufwertungspotenzial für den Euro. Anleger warten aber derzeit ab, wohin das Momentum den Yen noch treibt.

Fed-Andeutungen stärken den Dollar

Auch beim Paar USD|JPY entsteht derzeit Aufwertungsdruck – aber gegen den Yen. Denn nicht nur, dass die wirtschaftliche und konjunkturelle Situation der Vereinigten Staaten klar besser ist als diejenige Japans. Durch die Ankündigung der Fed noch in diesem Jahr das Ankaufvolumen der Anleihekäufe zu reduzieren, werden auch die US-Anleiherenditen wieder in den Vorwärtsgang schalten. In einer ersten Marktreaktion ging es für das Währungspaar um 0,3% nach oben. Wir sehen unsere Perspektive für einen steigenden US-Dollar zum Yen bestätigt und raten zum Auf- oder Ausbau einer Long-Position.

Eine interessante Einstiegsgelegenheit sehen wir auch bei  CNY|JPY. Chinas Währung ist zum Yen zuletzt bei 16,9 auf ein charttechnisches Unterstützungsniveau gefallen. Die im Chartbild erkennbare Zyklik spricht für einen erneuten Dreh nach oben. Allerdings sprechen die nachlassende Wirtschaftsdynamik Chinas und die in Japan einsetzende Corona-Erholung Japans für einen stärkeren Yen. Auch Gerüchte, dass die Peoples Bank of China die Leitzinsen zum ersten Mal seit 16 Monaten anpassen könnte, stärken diese Einschätzung.

Fazit: Das Aufwärts-Momentum wird den Yen zum Euro und Yuan weiter treiben. Doch dabei haben wir eher eine 1-Monats-Perspektive im Blick. Zum Jahresende wird der Wind bereits wieder gedreht haben. Beim Dollar tut er es bereits jetzt.

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