Hier können Sie zwischen der Ansicht für Geschäftskunden und Privatkunden wechseln.
Informationen und qualifizierte Einschätzungen zu Chancen und Risiken
030-288 817-20
Geschäftskunde
Privatkunde
0,00 €
1839
Skeptische Projektionen der Notenbank

Die Fed ist wieder ultra-expansiv

Die Währungshüter müssen zurück zur quantitativen Lockerung. Der Dollar verliert im Währungsgefüge. Die FOMC-Projektionen zeichnen ein skeptisches Bild für die Wirtschaft des Landes.

Die US-Währungshüter geben weiter kräftig Gas. Die Leitzinsen (Fed-Funds) bleiben auch in den USA nahe null. Die quantitative Lockerung durch das Ankaufprogramm geht weiter. Die Fed wird weiterhin Anleihen für 120 Mrd. Dollar im Monat kaufen. Zwei Drittel davon Staatsanleihen und ein Drittel Hypothekenanleihen („mortgage backed securities“). Das war zwar so erwartet worden. Der Dollar gab dennoch bis über 1,14 je Euro nach. Grund: Der Zinsvorteil ist dahin.

Das Management Board der Notenbank (FOMC) schätzt die Aussichten etwas skeptischer ein als der IWF mit seinem Ausblick vom April. Das lässt sich aus den Projektionen für Wachstum, Inflation und Arbeitslosigkeit sowie der Leitzinsen bis 2022 leicht ableiten. Das ist für die Geldpolitik bedeutend. Der Median der geschätzten BIP-Änderungen ergibt mit -6,5% und +5% für 2020/21 eine tiefere Rezession für das laufende Jahr. Dem steht eine nur wenig stärkere Erholung im kommenden Jahr gegenüber. Anders die IWF-Prognose mit -5,9% und +4,7%.

Keine Besserung im Handel mit China

Die Projektion für die Fed-Funds unterstreicht die konjunkturelle Skepsis der Notenbank. Sie wurden gegenüber den Projektionen vom Jahreswechsel gleich um 150 bis 200 Basispunkte zurückgenommen: von 1,6% / 1,9% / 2,1% auf jeweils 0,1% für 2020-2022. Daneben bestätigt die jüngste Handelsbilanz per April einmal mehr das Scheitern der Handelspolitik der Trump-Administration gegenüber China.

Das bilaterale Defizit gegenüber China ist im Warenverkehr weiter gewachsen. Eine Verbesserung gab es lediglich bei den Dienstleistungen. Sie sind aber gerade nicht den Zöllen unterworfen. Zudem ist der Rückgang des US-Gesamtdefizits (gegenüber allen Handelspartnern) auf einen Rückgang der Importe zurückzuführen. Das deutet auf die konjunkturellen Ursachen hin. Die US-Importe sind positiv mit der Wachstumsrate korreliert. Denn sie werden von der US-Binnennachfrage her gesteuert. Die gibt in der aktuellen Rezession nach. Und dem folgen die Importe – ob mit oder ohne Zölle.

Fazit: Der Dollar ist klar ein Verlierer der Corona-Krise. Er hatte gegenüber den beiden anderen G3-Währungen (Euro, Yen) einige Fallhöhe. Diese kommt jetzt zum Tragen. Hinzu kommen die Unsicherheiten, die von der US-Politik erzeugt werden, vor allem im Zuge der anstehenden Präsidentenwahl.

Empfehlung: Dollar-Positionen abbauen.

Meist gelesene Artikel
  • Fuchs plus
  • Berlin verlängert Geltungsdauer von Hundemarken um ein Jahr

Auf den Hund gekommen

Hund geht Gassi. © Foto: Image by Yvonne Lüneburger from Pixabay
Dem Hund sagt man nicht nur nach der beste Freund des Menschen zu sein - es ist auch das beliebteste Haustier der Finanzverwaltung. Die Eintreibung der Hundesteuer wird immer öfter digital unterstützt. Neuestes Beispiel ist die Stadt Berlin.
  • Fuchs plus
  • Versorgungslage entspannt sich

Weizen inzwischen wieder deutlich günstiger

Weizen. © Konrad Weiss / Fotolia
Der Weizenpreis steht in diesem Jahr besonders im Fokus. Im Zuge des Ukraine-Kriegs schnellte er in die Höhe - nun sinkt er wieder kontinuierlich. Wird dieser Trend anhalten?
  • Im Fokus: Raumfahrt-Aktien

Europa forciert Weltraum-Investitionen

Artemis I rocket with Orion and European Service Module on the launchpad. © European Space Agency
Mit einem neuen hochgesteckten Investitionsrahmen will sie die EU in Weltraum-Fragen unabhängiger von internationalen Partnern machen. Von diesem Souveränitätsbestreben werden einige Aktien profitieren. FUCHS-Kapital stellt sie vor.
Neueste Artikel
  • Fuchs plus
  • Energiekrise treibt Kurzarbeit

Zahl der Kurzarbeiter schnellt hoch

Immer mehr Unternehmen leiden unter den hohen Energiepreisen. Darum fahren etliche Firmen aus der Industrie jetzt massiv die Kurzarbeit wieder hoch. Die neuen Zahlen sind ein Warnsignal.
  • Ampel verschlingt Deutschlands Zukunft

Die gepflegte Fortschritts-Illusion

Die Ampelkoalition ist jetzt ein Jahr für Deutschland aktiv – und natürlich lobt sich Kanzler Scholz (SPD) für eine erfolgreiche Bilanz. Klappern gehört zum Handwerk, Selbst-Markting ist wichtig. Aber wenn ich Scholz zuhöre, dann frage ich mich doch: Was darf Satire?
Zum Seitenanfang