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Die USA liefern ein komfortables Datengerüst

Die Fed kann entspannen

Die Daten, die derzeit aus der US-Wirtschaft hereinkommen, sind solide. Das verschafft der Notenbank einige entspannte Tage über den Jahreswechsel. Doch eine Entwicklung müssen die Währungshüter genau beobachten.

Wenigstens die USA liefern keine negativen Überraschungen. Die Einkaufsmanager-Indizes per Dezember signalisieren eine Fortsetzung des soliden Wachstums. Der Gesamtindex legte leicht auf 52,2 Punkte zu (Vormonat 51,9 Punkte). Daran haben sowohl die verarbeitende Industrie (jetzt 52,5 Punkte) als auch die Dienstleister (52,2 Punkte) ihren Anteil. Der Blick in die Daten zeigt leicht anziehende Aufträge, auch aus dem Ausland.

Die Industrieproduktion lieferte schon per November ein positives Signal. Es gab ein Plus von 1,1% zum Vormonat (davor -0,9%). Der Streik bei GM scheint verdaut. Allerdings werden die Probleme bei Boeing weiter belasten. Dagegen dürfte die Handelsvereinbarung mit China zumindest den gebeutelten US-Bauern ein wenig Luft verschaffen. Vorläufig haben die Währungshüter keinen Grund an den Zinsen zu drehen.

Im Hintergrund erodieren allerdings die zentralen Stärken der US-Wirtschaft. Der zunehmende Protektionismus schwächt das Produktivitätswachstum. Im internationalen Vergleich ineffiziente Firmen und Branchen werden am Leben erhalten. Gleichzeitig schafft die Flucht der USA aus der internationalen Verantwortung ein Vakuum (wie bei der WTO). Das zwingt Verbündete und Handelspartner, neue Lösungen an den USA vorbei zu finden. Das schwächt international den US-Einfluss.

Fazit: Für die nächsten zwei bis drei Quartale erwarten wir einen eher stabilen Dollar. Nennenswerte Bewegungen zum Euro gibt es erst mit einer grundlegend veränderten Lage auf mindestens einer Seite des Atlantiks.

Empfehlung: Dollar-Positionen halten.

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