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Japan schüttelt Corona ab

Die langfristigen Perspektiven des Yen verbessern sich

Japan. Copyright: Pexels
Japan ist Corona-frei! So gut wie zumindest - die 7-Tage-Inzidenz sank zuletzt auf 1, Corona-Tote gab es in letzter Zeit keine und die Einweisungen sind auf niedrigstem Niveau. Das stärkt den Yen langfristig. Und wie sieht es kurzfristig aus?

Erfreuliche Nachrichten aus Japan. Während in Deutschland infolge steigender Inzidenzen die 2G-Regelung großflächig eingeführt wird, liegt die 7-Tage-Inzidenz in Japan seit einem Monat im einstelligen Bereich. In dieser Woche liegt Nippon nun erstmals wieder bei 1. Auch Tokio beginnt nun endlich die Beschränkungen zu lockern. Reisebeschränkungen werden in vielen Teilen zurückgenommen, Restaurants und Bars dürfen länger öffnen, Quarantäneregeln werden von zwei Wochen auf drei Tage verkürzt. Das wird der Wirtschaft zwar keinen Boost verpassen - die Arbeitstätigkeit ist bis auf Ausnahmen schon seit längerem wieder annähernd auf Vorkrisen-Niveau. Allerdings stärkt es den moderaten wirtschaftlichen Erholungskurs.

Die Bank of Japan meldet indes, dass die Inflation für Großhandelspreise ihren höchsten Stand seit 40 Jahren erreicht habe. Die Preise verteuerten sich um 8% im Vergleich zum Vormonat. Die Verbraucherpreisinflation lag zuletzt mit 0,1% zwar weiter am Boden. Es ist aber nur eine Frage der Zeit, bis sich auch hier etwas tut. Perspektivisch wird in Japan allerdings die Inflation steigen, während sie sich in Europa und den USA wieder abschwächt. Das sollte perspektivisch ab dem 2. Quartal 2022 den Yen wieder zu Euro und Dollar stärken.

Top-Bildung verstärkt Ausreißer nach unten

Aktuell erweist sich bei USD|JPY das Niveau um 113,8 als hartnäckiger Deckel. Im Wochenverlauf gab es immer wieder Rücksetzer nach unten, der stärkste bis 112,8. Nachkäufe führten das Paar regelmäßig wieder nach oben. Aus charttechnischer Sicht zeichnet sich hier eine Top-Bildung ab. Die Ausschläge nach unten werden voraussichtlich noch heftiger werden, die Commerzbank sieht Potenzial bis 111,6. Erst wenn der Deckel bei 114 durchbrochen wird, ist der Weg frei für weiteres Kurspotenzial.

Stetig abwärts ging es zuletzt bei EUR|JPY. Vor einem Monat notierte das Paar noch bei 133,1, inzwischen sind es 130,6. Das Momentum dürfte das Paar noch etwas weiter drücken. Anleger warten ab, bis sich erste Anzeichen einer Bodenbildung zeigen und steigen dann wieder in das Paar ein.

Fazit: Mit dem Wegfall fast aller Corona-Maßnahmen wird sich auch die Inflation in Japan (etwas) beleben. Dass dabei nicht mit amerikanischen oder europäischen Werten vorerst zu rechnen ist, sollte allerdings auch klar sein.

Empfehlung: Bei USD|JPY wird es in den kommenden Wochen holprig. Wer noch Long investiert ist, sichert die Position eng ab und nutzt Kurstaucher für den Wiedereinstieg.

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