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Trump fördert Probleme im eigenen Haus

Die Risiken für den Dollar steigen

Die wirtschaftspolitischen Maßnahmen von US-Präsident Trump stärken momentan Dollar und Binnennachfrage. Über die anderen Größen, die dadurch wechselseitig mitbeeinflusst werden, scheint man sich dabei nicht immer vollkommen klar zu sein.

Die US-Dollarstärke hat eine brüchige Basis. Der von Präsident Donald Trump ausgeübte Druck auf die US-Notenbank Fed zeigt einmal mehr, dass der aktuellen US-Wirtschaftspolitik kein kohärentes Konzept zugrunde liegt. Es gibt lediglich einzelne Maßnahmen ohne Zusammenhang. Jeder einzelne Schritt begeistert Trumps Anhang. Zusammen genommen ergeben sie einen Schlingerkurs mit wachsenden Risiken.

Auch für Trump gilt, dass jede wirtschaftspolitische Maßnahme mehrere Größen beeinflusst. Nie allein nur jene, die angezielt werden. Die Reform der Unternehmenssteuern und die protektionistische Handelspolitik bringen die gewünschte Ankurbelung der Binnennachfrage. Sie verändern aber auch die internationale Wettbewerbsfähigkeit. Und erzeugen einen Sogeffekt auf die Kapitalströme. Außerdem sorgen sie für einen starken Dollar. Daher wächst das Defizit der Handelsbilanz – das eigentlich beseitigt werden soll.

Trumps Politik richtet sich so zunehmend gegen selbsterzeugte Probleme. Bislang geht das Konzept zumindest wahltaktisch auf. Trump kann seine Position durch Showeffekte absichern, während die wirtschaftlichen Schäden noch nicht eingetreten sind oder noch nicht ins Gewicht fallen. Allenfalls einige ausländische Investoren werden nervös.

Fazit: Der Dollar wird wegen der wie geplant weiter anziehenden Zinsen und der brummenden Konjunktur noch auf vier bis sechs Quartale stark bleiben.

Empfehlung: Beachten Sie diesen Zeithorizont bei Investments.

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