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Die USA liefern ordentliche Zahlen

Die Wirtschaft stützt den US-Dollar

Die US-Wirtschaft bleibt nicht von den globalen Problemen verschont. Sie läuft aber besser als Japan oder die Eurozone. Allerdings werden auch die negativen Seiten der expansiven Politik immer deutlicher.

Die US-Wirtschaft ist zwar nicht so stark, wie die Dollar-Bullen behaupten. Aber doch allemal deutlich stärker als die Eurozone oder Japan. Fast gleichzeitig mit dem schwachen ZEW-Index für Deutschland lieferten die Indizes der beiden wichtigsten Fed-Banken New York (Empire State) und Philadelphia (Phily-Fed) überraschend gute Daten. Beide Indizes legten deutlich stärker zu als erwartet. In beiden Fällen war eine stark verbesserte Auftragslage zu erkennen. Zwar schwächelt auch die US-Industrie weiterhin. Die Produktion liegt unter dem Vorjahresniveau – allerdings um nur 0,8%. Unterdessen ist die Stimmung bei den Konsumenten gut. Die Konsumnachfrage dürfte also weiterhin zu den Impulsgebern der Wirtschaft gehören.

Derzeit sind keine Gründe für eine Zinsänderung zu sehen. Denn auch die Inflation ist nicht allzu weit unterm Ziel von 2% . Allerdings wurde im FOMC beschlossen, das Ankaufprogramm für T-Bills im April auslaufen zu lassen. Offenbar hat sich der Repo-Markt soweit stabilisiert, dass diese Stützung nicht mehr nötig ist.

Risiken (auch) außerhalb der USA geschaffen

Im Hintergrund bleiben die Probleme bestehen, die die expansive Politik verursacht. Von der deutlich steigenden Staatsverschuldung bis hin zur deutlich überzogenen Risikoneigung an den Märkten. Die Suche nach Rendite hat soviel Geld in die Emerging Markets geschwemmt, dass auch dort mittlerweile Stabilitätsrisiken erkennbar werden. So ist seit der Wende zur ultra-expansiven Politik im Gefolge der Krise von 2007/08 die Staatsverschuldung außerhalb der etablierten Industrieländer steil angestiegen. Und zwar von 15% auf rund 40% vom BIP bei den Staaten mit geringem Einkommen. Gleichzeitig stieg der auf Dollar lautende Anteil dieser Schulden von 50% auf 63%.

Fazit: Der Dollar bleibt zunächst von der fundamentalen Seite her stark. Trotzdem ist immer noch eine weitere Zinssenkung im Jahresverlauf auf Grund des politischen Drucks aus dem Weißen Haus wahrscheinlich. Die in und außerhalb der USA entstehenden Schuldenprobleme werden erst später durchschlagen.

Empfehlung: Der Dollar bleibt die bevorzugte Anlagewährung für Festverzinsliche ausgewählter Emerging Markets. Die Laufzeiten sollten dabei aufgrund der wachsenden Risiken kurz gewählt werden. Die Dollar-Anleihe Indonesiens mit Laufzeit bis Januar 2022 (USY20721BS73)und 2,02% Rendite.

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