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Vertrauensfrage für den Dollar

Dollar-Schwäche beflügelt Gold-Rallye

© 3alexd / Getty Images / iStock
Die Edelmetall- und Kryptopreise deuten auf fundamentale Probleme des US-Dollars hin. In den USA untergraben steigende Schulden und politische Einflüsse das Vertrauen in die Währung, was Investoren zur Flucht in sichere Häfen wie Gold und Bitcoin bewegt. Hat Donald Trump einen Dollar-Plan?
Die Edelmetall- und Kryptopreise signalisieren, dass der US-Dollar momentan ein fundamentales Problem hat. In den USA kommen Entwicklungen zusammen, die das Vertrauen in den Greenback momentan weit untergraben und ihn auf eine Rutschbahn führen. Das zeigt sich vor allem bei den Gold-Käufen der Notenbanken. 

Der aktuelle Mix verschiedener Entwicklungen schmeckt vielen Investoren gar nicht. Die hohen und weiter wachsenden Schulden sind ein strukturelles Problem. Das hat einmal mehr zum Shutdown geführt, der in den kommenden Wochen höchst wahrscheinlich auch wieder mit einem Kompromiss beendet wird. Klar ist aber: Die Fallhöhe wächst von Jahr zu Jahr. 

Vertrauensfrage für den Dollar

Vor diesem Hintergrund ist die politischer Einflussnahme auf die US-Notenbank eine weitere giftige Pille, die vielen Investoren auf den Magen schlägt. Denn die Wahrscheinlichkeit, dass eine stark politisierte Notenbank eine falsche Währungspolitik macht, ist sehr groß. Angesichts der diffizilen Lage, in der die Fed bei sich abkühlendem Arbeitsmarkt und kaum noch sinkender und zu hoher Inflation bereits steckt, nehmen viele Anleger dieses Risiko besonders deutlich wahr. 

Die Reaktion ist ein weithin sichtbares Umschichten aus dem US-Dollar in andere sichere Häfen. Das zeigt sich voran bei Gold, das auf die Marke von 4.000 US-Dollar zurennt. Für das nächste Jahr sind auch 5.000 US-Dollar denkbar. Auch der Silber-Preis, der kleine Bruder des Goldes, galoppiert und hat schon fast die Marke von 50 US-Dollar erreicht. Die Kurse der Kryptowährungen steigen ebenfalls. Bitcoin hat seine Korrektur offenbar schon wieder abgebrochen, unternimmt einen neuen Anlauf in Richtung Allzeithoch.  

Fazit: Donald Trump scheint bewusst einen schwachen Dollar anzustreben. Das ist einerseits nachvollziehbar, andererseits riskant. Kurzfristig kann sich der Dollar stabilisieren, mittelfristig bleibt er unter Druck. 

Hinweis: Mehr zu Trumps Dollar-Plan lesen Sie im kommenden FUCHS-Geldanlagebuch, siehe Flyer oder im FUCHS-Shop: https://tinyurl.com/57uuxfx5

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