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Die Entwicklung der großen Drei

Dollar und Yen drohen dem Euro davon zulaufen

Der Euro kann mit Dollar und Yen momentan nicht mithalten. Ankündigungen des neuen Chefs der Fed sorgen dafür, dass sich der Dollar wieder erholt. Auch aus Japan kommen positive Signale.

Der Euro schwächelt wieder

Ein schwächelnder Euro – das ist der neue Grundtrend für die laufende Prognose auf ein Jahr. Ursache sind rückläufige Konjunkturaussichten – wenn auch von einem hohen Niveau aus gesehen – und eine niedrige, sogar rückläufige Inflationsrate für die Eurozone sowie politische Unsicherheiten mit kurz- und langfristigen Risiken für die Wirtschaft.

Die Inflationsentwicklung in der Eurozone betrug zuletzt 1,2%. Das ist der dritte Rückgang in Folge; Ende November waren es 1,5%. Daher findet offenbar auch EZB-Chef Mario Draghi zunehmend Gehör mit seinen Hinweisen, dass es noch dauern werde, bevor eine Zinserhöhung der EZB ansteht.

Neben der Korrektur der Zinserwartungen belastet auch die Politik den Euro. Stichworte: die Wahlen in Italien, das SPD-Votum über die GroKo und die sich langsam ausbreitenden Befürchtungen vor einem Handelskrieg, von dem die Eurozone stark betroffen wäre.

Fazit: Der Euro ist im Dreieck der großen Drei die schwächste Währung. Positionen in fremden Währungen sollten zunächst dort gehalten werden.

USD: Neuer Besen

Jerome Powell hat seine erste Vorstellung als Chef der US-Fed gegeben. Er hat dabei den Zinsspielraum mit der Andeutung von vier statt der bisher eingeplanten drei Zinserhöhungen im laufenden Jahr eher nach oben erweitert.

Die aktuellen Daten sprechen für Vorsicht in der Geldpolitik. Vor allem die Handelsbilanz enttäuscht. Das Defizit stieg stärker als erwartet. Auch die Inflationsdaten (zuletzt 2,1%) schaffen kaum Handlungsdruck. Die expansiven Impulse der Fiskalpolitik brauchen wohl noch ein bis zwei Monate, bis sie in den laufenden Datenreihen sichtbar werden. Durch den US-Handelsstreit mit China steigen die Risiken an den Finanzmärkten.

Fazit: Der Dollar erholt sich derzeit aufgrund der allerdings höheren Erwartungen. Das bedeutet allerdings auch eine wachsende Fallhöhe. Wir erwarten eine Erholung zum Euro. Zum Yen bleibt der Greenback vorerst schwach und gibt weiter nach.

JPY: Die Konjunktur macht Pause

Die Schlagzahl der japanischen Wirtschaft sinkt. Das annualisierte Wachstum fiel im Schlussquartal 2017 unerwartet deutlich von 2,5% auf 0,5% (Konsens 0,9%) zurück. Die bisherigen Daten zum 1. Quartal deuten auf noch geringeres Wachstum. Die Inflation hat zuletzt weiter bis 1,4% angezogen. Das ist noch deutlich unter dem Ziel. Der Yen zog im Gefolge von Zuflüssen an. Diese Bewegung auf der Währungsseite dürfte die Inflation in den nächsten Monaten dämpfen. Deshalb wird auch die Ausrichtung der Geldpolitik mit den bei null gehaltenen 10-Jährigen Renditen und die Fortsetzung der quantitativen Maßnahmen Bestand haben.

Fazit: Wir erwarten bis Monatsende einen weiter starken Yen, der sich aber im weiteren Jahresverlauf wieder abschwächen sollte. Es sei denn, die Unruhe um den Handelsstreit USA-China setzt größere Zuflüsse in den sicheren Hafen „Yen" in Gang.

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FUCHS DEVISEN Wechselkurs- und Zinsprognose auf 12 Monate

 

Kurs Vorjahr Kurs aktuell 1. Quartal 2018 2. Quartal 2018 3. Quartal 2018 4. Quartal 2018

Hinweis: Diese Tabelle gibt die Meinung der Redaktion zur Zins- und Wechselkursentwicklung wichtiger Währungen wieder. Sie dient ausschließlich zur Orientierung und ist nicht als Handlungsaufforderung zu sehen. Insbesondere Wechselkursprognosen unterliegen einer hohen Unsicherheit. Alle Angaben ohne Gewähr.

USD

1,119

1,22

1,20 – 1,25

1,17 – 1,25

1,15 – 1,24

1,15 – 1,23

CHF

1,097

1,15

1,14 – 1,16

1,12 – 1,15

1,12 – 1,15

1,12 – 1,15

GBP

0,843

0,89

0,88 – 0,93

0,89 – 0,93

0,91- 0,95

0,91 – 0,95

JPY

115,800

130,3

129 - 133

127 - 133

125 -133

125 -133

3-Monats Geld

-0,300

-0,33

-0,30 – 0,00

-0,30 – 0,00

-0,30 – 0,00

-0,30 – 0,00

10-Jährige Bund

-0,310

0,43

0,40 – 0,65

0,40 – 0,80

0,65 – 0,85

0,70 – 1,05

 

$

JPY

103,500

106,2

102 -110

106 - 112

108 - 115

111 - 118

3-Monats Geld

0,840

1,78

1,60 – 1,95

1,60 – 1,95

1,80 – 2,20

1,80 – 2,20

10-Jährige Treasuries

1,570

2,79

2,45 – 2,90

2,55 – 3,00

2,60 – 3,00

2,80 – 3,20

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