Euro auf Erholungskurs
Der abermalige Anflug der Friedenstauben auf den Persischen Golf beflügelt auch den Euro wieder. In den beiden zurückliegenden Wochen hat sich der Euro von 1,1381 auf 1,1544 erholt. Ein Plus von immerhin 1,4%. Die Anleger sind also wieder eher bereit, ihr Geld in der Eurozone zu investieren.
Dies belegen auch die Aktienmärkte: So erreichte der DAX am Mittwoch mit 26.404 Punkten und der französische CAC 40 mit 8.743 Punkten am gestrigen Donnerstag neue Allzeithochs.
Fallende Anleihezinsen
Dagegen sank die Verzinsung der zehnjährigen Bundesanleihen. Diese verminderte sich in den beiden zurückliegenden Wochen um fast 10 Basispunkte auf 3,1176%. In der zweitgrößten EU-Volkswirtschaft sieht es ganz ähnlich aus. Innerhalb von zwei Wochen sank die Verzinsung der zehnjährigen französischen Staatsanleihen von 4,024 auf 3,912%.
Unterdessen gab auch der Ölpreis kräftig nach. Während das Barrel der Nordseesorte Brent vor zwei Wochen noch über 100 Dollar kostete, war es in dieser Woche zeitweise wieder unter 80 Dollar zu haben. Mit den schwindenden Konjunktursorgen steigt hierzulande wiederum die Stimmung von Anlegern, Investoren und Konsumenten, wovon abermals der Euro profitieren sollte.
Weitere Erholung auf 1,18 USD erwartet
Trotz der Erholung ist die Gemeinschaftswährung von ihrem Stand vor dem Irakkrieg noch deutlich entfernt. Am 27. Februar waren für einen Euro noch 1,1814 Dollar zu haben. Einige Analysten erwarten daher eine weitere Erholung des Euro. „In Verbindung mit einer Zinserhöhung der Europäischen Zentralbank im September rechnen wir weiterhin mit einem leichten Anstieg des EUR/USD-Kurses auf 1,18 bis zum Jahresende“, heißt es vom ING Research. Nicht nur die niederländische Großbank, sondern auch viele andere Marktbeobachter erwarten im September eine weitere Anhebung des Leitzinses durch die EZB um 25 Basispunkte auf dann 2,5%.