Informationen und qualifizierte Einschätzungen zu Chancen und Risiken
030-288 817-20
1605
Blick auf die Leitwährungen

Eurozone: Konjunktur treibt die Preise

In der Eurozone zieht die Inflationsrate zügig an. Das bringt sie in die Nähe des 2%-Ziels der EZB. Diese hat ein Argument, um nicht gleich handeln zu müssen.
Die aktuellen Konjunkturdaten für die Eurozone dürften weiter für Entspannung bei der EZB sorgen. Die Inflation zieht langsam an und kommt mit zuletzt 1,8% in die Nähe des Ziels von annähernd 2%. Allerdings werden die Währungshüter vermerken, dass der Löwenanteil in den volatilen Komponenten des Korbs (Energie und Lebensmittel) anfällt. Diese Anteile herausgerechnet, bleibt es bei 0,9%. Allerdings zeigen andere Indikatoren eine klarere Aufwärtstendenz. So hat der Einkaufsmanager-Index deutlich zugelegt: Der Gesamtindex stieg per Februar überraschend stark auf 56 Punkte. Er liegt damit deutlich über der Expansionsschwelle. Die Konsensschätzung lag bei 54,4 Punkten nach 54,3 im Januar. Sowohl bei den Dienstleistern als auch in der Industrie wurden die Erwartungen übertroffen. Maßgeblich für die guten Daten waren die anziehende Produktion sowie eine verbesserte Auftragslage. Diese schlägt sich nicht zuletzt auch in einer Verlängerung der Lieferzeiten nieder. Beigetragen zum guten Ergebnis für die Eurozone haben auch verbesserte Daten aus Frankreich. Auch dort stehen jetzt die Indizes klar über der Expansionsschwelle. Hierzulande sind die Daten anhaltend gut. Der Ifo-Index legte zuletzt auf hohem Niveau weiter zu. Sowohl bei der aktuellen Lage als auch bei den Aussichten sehen die befragten Unternehmen Verbesserungen. Das GfK-Konsumklima gab zuletzt minimal nach. Es bleibt aber auf historisch hohem Niveau.

Fazit: Sollte sich vor allem die konjunkturelle Besserung in Frankreich bestätigen, wird im 2. Halbjahr ein Auslaufen des Anleiheprogramms des EZB wahrscheinlicher.


Neueste Artikel
  • Fuchs plus
  • ESG im Private Banking - Die Ratingstufen der FUCHSBRIEFE Prüfinstanz

Vom Novizen zum Großmeister - Die fünf Grade nachhaltiger Beratung

Illustriert mit ChatGPT
Die FUCHSBRIEFE Prüfinstanz beschäftigt sich seit mehr als 20 Jahren mit der Frage, wie nachhaltig vermögende Kunden beraten werden. Seit dem ersten Nachhaltigkeits-Rating im Jahr 2011 („Wer kann nachhaltig?“) hat sich das Bild stetig weiterentwickelt. Heute unterscheiden wir fünf Entwicklungsstufen, die inhaltlich klar gefasst und mit eingängigen Begriffen versehen sind. Welche Institute werden sich dieser Herausforderung in diesem Jahr wohl stellen?
  • Monitoring bestätigt positiven Eindruck bei der TOP Vermögen AG

Grünes Signal für TOP Vermögen

Illustriert mit Canva und ChatGPT
Die TOP Vermögen AG gewährt der FUCHSBRIEFE PRÜFINSTANZ Einblick in ihre Organisations- und Beschwerdestrukturen. Der Vermögensverwalter aus Starnberg setzt auf persönliche Kundenbeziehungen, kurze Entscheidungswege und eine ausgeprägte Empfehlungskultur. Vertrauensampel und die Ampel zu Selbstauskunft stehen auf Grün. Lesen Sie hier.
  • Fuchs plus
  • Nachhaltigkeit im Stresstest der Finanzwelt

Deutschland, Österreich und die Schweiz entdecken ESG neu

Illustriert mit ChatGPT
Wer den ESG-Zug bereits auf dem Abstellgleis sieht, sollte nach Deutschland, Österreich und in die Schweiz blicken. Drei aktuelle Studien zeichnen ein anderes Bild. Banken, Vermögensverwalter und Fondsanbieter ziehen sich nicht aus nachhaltigen Finanzthemen zurück. Sie verlagern den Fokus. Klimarisiken, Transformationspläne, ESG-Daten und regulatorische Nachweise rücken in den Mittelpunkt. Aus einem Marketingbegriff wird zunehmend ein Instrument der Steuerung. Damit beginnt eine neue Stufe.
Zum Seitenanfang