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Malaysia – Malaysischer Ringgit

Exporte und Dienstleistungen dominieren

Mit einem durchschnittlichen Bruttoinlandsprodukt pro Kopf von knapp 11.700 Dollar im Jahr 2023 zählt das südostasiatische Land zu den entwickelteren Volkswirtschaften in der Region. Die im Schnitt mit 30 Jahren relativ junge Bevölkerung von 23 Millionen verteilt sich auf zwei Landmassen, die vom südchinesischen Meer getrennt werden. Umso wichtiger sind die Beziehungen zu China nicht nur für den Export von Halbleitern und Energie, sondern auch für die im Land lebenden 7,4 Millionen Chinesen.

Malaysia bietet derzeit attraktive "Anlagekonditionen". Die Exporte Malaysias machen circa 70% des Bruttoinlandsprodukts aus. Halbleiter, Elektronik und Energie sind die Hauptprodukte in die größten Abnehmerländer China, Singapur, Japan und den USA. Auch der Dienstleistungssektor ist für Malaysias Konjunktur elementar und steuert mehr als 50% zum BIP bei. Insbesondere der Tourismus erfreut sich steigender Beliebtheit. In diesem Jahr werden immerhin 24 Millionen Reisende erwartet, ein Plus von mehr als 5%. Einen Schub dürfte die Abschaffung der Visumspflicht für Besucher aus China und Indien geben.

Zusammenwachsen der Region…

… dürfte den interregionalen Handel weiter stärken. Malaysia war Gründungsmitglied der ASEAN und plant, den BRICS beizutreten. Mit Singapur wurde jüngst eine Absichtserklärung geschlossen, eine gemeinsame Sonderwirtschaftszone ins Leben zu rufen. In dem an Singapur grenzenden Bundesstaat Johor soll die Herstellung von Elektronik, vor allem Halbleiter, Finanz- und auch Gesundheitsdienstleistungen angesiedelt werden. Unternehmen, die den Gang nach Singapur bisher nicht machten, auch in Ermangelung an Platz, sollen damit eine attraktive Umgebung erhalten.

…und Investitionen anziehen

Ausländische Direktinvestitionen bezifferten sich in 2023 auf 38,5 Mrd. Ringgit (circa 8 Mrd. Euro) und damit auf mehr als 2% der Wirtschaftsleistung. Insbesondere stammten diese aus Singapur, Hongkong und Japan. Die hohe Energiesicherheit sorgt neben der gut ausgebildeten Bevölkerung, der politischen Stabilität in der Wahlmonarchie und günstigen Standortbedingungen gerade im herstellenden Gewerbe für Anziehungskraft. 

Konjunktur brummt

Mit 5,8% im zweiten Quartal wuchs die Konjunktur schneller als erwartet und lag über dem Vorquartal mit 4,2%, getrieben vom Bau und der Landwirtschaft. Dennoch blieb die Inflation mit 2% im Juni unter den Erwartungen von 2,2% und auf Vormonatsniveau. Die Kernrate erhöhte sich um 1,9%. Die Teuerungsraten liegen innerhalb der Erwartungen der Notenbank und unter dem Leitzins von 3%, welchen sie im Juli das siebte Mal in Folge seit Mai vergangenen Jahres unverändert lies. Der Ringgit testete im Februar die Supports bei 5,15 EUR MYR, prallte davon dynamisch ab und wertet auf. Von der Fortsetzung dieser Aufwertung können Investoren mit Aktien partizipieren.

Passiv und konzentriert

Die Zugänglichkeit zu Anlagen in Malaysia für deutsche Anleger ist begrenzt. Die einfachste Möglichkeit besteht über Fonds. Einen relativ kostengünstigen Zugang bietet xtrackers mit dem ETF MSCI Malaysia (WKN DBX0GW). Der Fonds bildet den MSCI Malaysia ab, der große und mittelgroße malaysische Unternehmen beinhaltet und damit gut 85% des Marktes widerspiegelt. Auf Basis des Total-Return-Index werden Dividenden reinvestiert. Die Neugewichtung erfolgt quartalsweise. Der ETF ist konzentriert und beinhaltet aktuell 32 Positionen. Die größten 10 vereinen knapp 60% des Fondsvolumens auf sich. Der thesaurierende Fonds wird vollständig physisch repliziert und weist eine Gesamtkostenquote von jährlich 0,5% auf. Knapp 40% entfallen auf Finanztitel, 15% auf Versorger und 11% auf Basiskonsum.

Fazit: Vom Wachstum Malaysias profitieren insbesondere Aktien, die Währung liefert zusätzlich Rendite.
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