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Energiepreisschock durch Iran-Krieg: Risiken für Anleger

EZB wird Preisschock aussitzen

Die Weltwirtschaft steht angesichts des Iran-Krieges vor einem drohenden Energiepreisschock. Wird der Konflikt anhalten, könnte der Ölpreis weiter steigen und die Inflation im Euroraum antreiben. Die Europäische Zentralbank steht vor der Herausforderung, mit steigender Inflation und sinkendem Wachstum umzugehen. Die Wahrscheinlichkeit ist hoch, dass die EZB das aussitzen wird. Welche Folgen hat das für die Finanzmärkte?
Die Weltwirtschaft steht wegen des Iran-Krieges vor dem Risiko eines Energiepreisschocks - das in wenigen Wochen schlagend werden könnte. Ein solcher Schock wird dann wahrscheinlich, wenn sich der Iran-Krieg länger als "einige Wochen" hinzieht. US-Präsident Donald Trump hatte angedeutet, dass der Krieg von kurzer Dauer sein dürfte. 

Je länger der Iran-Krieg und damit die Lieferunterbrechungen durch die Straße von Hormus dauern, desto größer wird die Wahrscheinlichkeit. Der Ölpreis ist - ganz klassisch - in einer Krisenreaktion angesprungen. Der Effekt wirkt bisher nur kurzfristig und eher auf den Finanzmärkten.

EZB wird Preisschock aussitzen

Verstetigt sich der Ölpreisanstieg, sind kräftige Inflationsimpulse zu erwarten. Problematisch wird es, wenn der Ölpreis in Richtung 100 US-Dollar je Fass steigt. "Die Inflationsrate im Euroraum dürfte dann schnell auf 3% steigen", rechnet die Commerzbank vor. Der höhere Gaspreis würde ebenfalls in diese Richtung wirken. 

Für die Europäische Zentralbank (EZB) ist das ein ungemütliches Szenario. Sie müsste auf steigende Inflation bei sinkendem Wirtschaftswachstum reagieren. Interessant: Die Commerbank untermauert unsere Analyse, dass die EZB dann dennoch "die Füße stillhalten" wird. Das Risiko einer größeren finanziellen Repression nimmt zu (FK vom 05.03.)

 
Fazit: Je länger der Iran-Krieg dauert, desto teurer werden Öl und Gas. Damit wird ein Energiepreisschock wahrscheinlicher. Der wird die Inflation antreiben, die Konjunktur schwächen und die EZB quälen. Für Unternehmen werden die Margen, für Anleger die Realzinsen massiv unter Druck kommen.
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