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Ungarns Währung liefert einen hohen Realzins

Forint-Anlagen sind lukrativ

Die Konjunktur in Ungarn kommt unter Druck. Die Rufe nach Zinssenkungen werden lauter. Die Notenbank sitzt allerdings zwischen zwei Stühlen. Einerseits möchte sie der Binnenkonjunktur helfen, andererseits mit ihrer Politik die Währung stabilisieren. Anleger finden dennoch gute Chancen in Ungarn.

Die ungarische Konjunktur ist überraschend ins Minus gerutscht. Das strahlt auf den Forint aus und wird die Rufe nach Zinssenkungen lauter werden lassen. Auf der jüngsten Notenbanksitzung beließ die Notenbank den Leitzins dennoch bei 6,5%. Zur Erinnerung: Der Leitzins lag im September vergangenen Jahres noch bei 13%. 

Forint unter Druck, aber vor Auffanglinie

Bereis im Nachgang der US-Wahlen schwächte sich der Forint trotz des hohen Realzinses von mehr als 300 Basispunkten weiter ab. Der stellvertretende Notenbankvorsitzende Virag ließ erkennen, dass die Leitzinsen wohl für längere Zeit auf dem aktuellen Niveau bleibt. Das passt zur Inflationsentwicklung.

Im Oktober legte die Inflation wieder zu (+3,2%). Die Kerninflation reduzierte sich dagegen weiter von 4,8% auf 4,5%. Das Risiko für eine wieder anziehende Teuerung ist allerdings in den zurückliegenden Monaten gestiegen. Das drückt auf den Forint. Die Unterstützung vom Oktober 2022 bei 426 EUR|HUF rückt immer näher und könnte den Forint auffangen.

Anleihen für Zinsjäger

Für Anleihen hatten wir Ihnen schon ein Investment vorgestellt (FD vom 14.6., WKN A2RX5R). Das Papier hat sich seitdem von unter 81% mit einem Kurszuwachs auf 86,3% gut entwickelt. Mit einem Kupon von 3% rentiert das Papier auf Verfall mit 5,9% und ist weiterhin kaufenswert. 

Mit einer etwas längeren Laufzeit wartet das Zinspapier mit der WKN A3K1BN auf. Anleger partizipieren an einer Forint-Erholung bis zum 27. Mai 2032. Das mit einem Investmentgrade von BBB- ausgestattete Papier rentiert bei einem Kurs von 90,63% und einem Kupon von 4,5% mit 6,15% auf Verfall.

Aktien mit Kurs- und Dividendenfantasie

Die Aktie von Gedeon Richter (WKN A1W16N) ist aussichtsreich. Das Health-Care-Unternehmen erwirtschaftet seinen Umsatz überwiegend im Export und partizipiert von Phasen eines schwächeren Forints. Der Gewinn je Aktie soll in den nächsten drei Jahren um 14% p.a. Jahr zulegen. Bei einem Kurs-Gewinn-Verhältnis von 8,2 ist das Unternehmen günstig bewertet. Bei einer Ausschüttungsquote von gut 37% beziffert sich die in Aussicht gestellte Dividende auf 4,5%. Wir haben Ihnen auch diesen Titel bereits vorgestellt (FD vom 29.4.). Damals lag der Kurs unter 19 Euro. Trotz des zwischenzeitlichen Kursgewinns von mehr als 31% raten wir weiterhin zum Kauf.

Fazit: Der Forint steht zwar unter Druck, wir halten die Währung mittelfristig aber für aussichtsreich. Der Kursdruck dürfte nachlassen, die Realzins in Ungarn ist hoch und es gibt aussichtsreiche Aktien und Anleihen.
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