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Notenbank in Ungarn muss umsteuern

Forint bekommt Rückenwind

In Ungarn läuft es rund. Die Notenbank reduzierte zum achten Mal in Folge den Leitzins (7,25%). Im Oktober vergangenen Jahres lag dieser noch bei 13%. Für die nächste Zinsentscheidung am 18. Juni erwartet der Markt erneut einen Rückgang um 50 Basispunkt. Daraus entstehen Anlagechancen.

Die Konjunktur in Ungarn läuft rund. Darum werden die Währungshüter ihren Zinssenkungskurs nicht mehr lange fortsetzen können. Denn die Preise ziehen wieder an. Im Mai stiegen sie bereits wieder mit einer Jahresrate von 4% (Vormonat 3,7%). Mit Blick auf das anziehende Wachstum ist die Wahrscheinlichkeit hoch, dass die Inflation ihr Tief gesehen hat. Die Notenbank dürfte daher mit weiteren Zinssenkungen zurückhaltender werden.

Der Realzins bleibt dennoch üppig. Er liegt mehr als 300 Basispunkten über dem der Eurozone. Das zieht weiter Kapital ins Land. Der ungarische Forint testet den kurzfristigen Abwertungstrend, der bei 390 EUR|HUF verläuft. Sollte die Devise den Trend bei 400 brechen, eröffnet sich weiteres Aufwertungspotenzial bis 368 EUR|HUF. Im langfristigen Bild befindet sich der Forint in der Bodenbildung.

Aktien auf der Überholspur

Gute Chancen finden Anleger bei ungarischen Aktien. Seit Erreichen des Zwischentiefs im März vergangenen Jahres legte der Standartwerteindex BUX um mehr als 72% zu. Der Euro Stoxx 50 hingegen gewann gerade einmal gut 26%. Aktien in Ungarn dürften aufgrund der positiven Aussichten ihre Outperformance fortsetzen.

Weiter aussichtsreich ist Magyar Telecom (WKN A0B8TQ). Die Aktie hat sich seit unserer Empfehlung zu einem Überflieger entwickelt. Der zu mehr als 63% zur Deutschen Telekom gehörende ungarische Marktführer legte seitdem um mehr als 150% zu. Die Bewertung ist mit einem Kurs-Gewinn-Verhältnis mit 5,9 nach wie vor niedrig. Die in Aussicht gestellte Dividende liegt bei mehr als 10%.

Kupons mit Aufschlag

Auch unsere Anleihen-Empfehlung (FD vom 12.1.) hat sich gut entwickelt. Die mit einem Baa2-Rating ausgestattete Staatsanleihe WKN A2SAA7 notiert bei 92,36% und legte damit um knapp 1,5%-Punkte zu. Die effektive Rendite bis zur Fälligkeit beziffert sich auf 6,75%. 

Wer eine längere Laufzeit bevorzugt wird bei der WKN A2RX5R fündig. Die ebenfalls mit einem Baa2 ausgestattete Staatsanleihe läuft bis zum 21. August 2030 und schüttet ihren Kupon von 3% am 21. August aus. Bei einem Kurs von 81,7% rentiert das Papier bis zur Fälligkeit mit 6,77%. Im Vergleich zur deutschen Benchmark beläuft sich der Aufschlag auf mehr als 410 Basispunkte.

Mit Hebel auf den Forint setzen

Risikobereite Anleger finden bei Morgan Stanley Endlos-Turbos auf das Währungspaar EUR|HUF (WKN MG16CS). Der Hebel liegt bei 24, um an einer Aufwertung des Forint gegenüber dem Euro zu partizipieren. Der Abstand zur K.O.-Schwelle bei 409,88 beziffert sich auf 3,89%. Mit einem Bezugsverhältnis von 100 wird der Turbo mit 4,19 Euro gepreist.

Fazit: Die Konjunktur bleibt stark, der Forint wird stärker. An der Börse in Ungarn gibt es weiter viele gute Chancen.
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