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Ungarn: Forint und Wirtschaft gewinnen an Fahrt

Forint im Aufwind

© kaycco / Fotolia
Der Forint gewinnt an Stabilität und eröffnet Anlegern neue Perspektiven. Während der Konsum noch schwächelt, zeigt sich im Bausektor bereits Wachstum. Der Leitzins bleibt hoch, der Realzins auch. Das zieht Kapital an. Davon können Anleger profitieren.

Der Aufwärtstrend des Forint zum Euro gewinnt an Stabilität. Die Währung Ungarns bekommt dadurch eine neue Perspektive. Der Motor hinter dem Trendwechsel: Die Wirtschaft dürfte 2026 wieder an Fahrt gewinnen und mit mehr als 2% wachsen. Der Konsum lahmt zwar noch, aber im Baubereich treiben bereits zarte Sprösslinge neuen Wachstums. 

Der Forint beginnt, diese Perspektive vorwegzunehmen. Nach dem Tief bei 414,77 EUR|HUF kennt die ungarische Devise jetzt nur die Richtung nach oben. Das ist doppelt interessant. Denn auch der Realzins in Ungarn ist weiter hoch. Der Leitzins liegt bei 6,5%, die Inflation liegt bei 4,3% deutlich darunter. Das zieht Kapital ins Land. Das bedeutet zudem: Die Notenbank hat bei konjunkturellen Dellen sogar noch Spielraum nach unten.

Wachstum kommt zurück

Konjunkturell hellen sich die Perspektiven aber ohnehin auf. Für das dritte Quartal meldete die Statistikbehörde zwar ein Null-Wachstum. Allerdings zieht die Bauwirtschaft an. Auch Hersteller und Dienstleister verzeichneten ein Plus. Auch andere Vorlaufindikatoren deuten eine Konjunkturbelebung an. Das Verbrauchervertrauen zeigt seit Juli eine leichte Verbesserung und notiert nur noch bei Minus 25,6 im Oktober. Ähnlich entwickelt sich die Zuversicht unter den Unternehmern, die sich langsam verbessert.

Das spiegelt sich in der Inflation. Die bewegt sich mit 4,3% weiterhin auf dem Niveau der Vormonate. Hier könnte sich aber eine leichte Beschleunigung ergeben. Denn insbesondere die Dienstleister erhöhen ihre Preise. Sollte sich der Trend der Baugenehmigungen der vergangenen Monate fortsetzen, dürfte die Inflation im Hausbaubereich höhere Niveaus erreichen und auf andere Sektoren ausstrahlen.

Mit Kupons punkten

Von einer weiteren Befestigung des Forints profitieren Investoren mit Anleihen. Ein Instrument könnte die Staatsanleihe mit der WKN A2RX5R sein. Der Bond läuft bis zum 21. August 2030 und offeriert einen Kupon von 3%. Bei einem Kurs von 86,75% wirft das Papier eine effektive Rendite per Verfall in Höhe von 6,3% ab. Nächster Zinstermin des mit einem Baa2 bewerteten Jahreszahlers ist der 21. August 2026. 

Wer eine kürzere Laufzeit wünscht, findet diese bei der WKN A3LC20. Die Staatsanleihe wird am 21. Oktober 2026 fällig, zahlt einen Kupon von 9,5% und notiert mit 102,8%. Per Verfall rentiert die Anleihe mit 6,29%.

Fazit: In Ungarn ist ein Turnaround in Sicht. Die wirtschaftliche Belebung dürfte auch den Forint beflügeln. Zudem ist der Realzins lukrativ. Anleger sollten Anleihen und Aktien aus Ungarn beimischen. 

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