Franken-Anleihen sind lukrativ
Die Schweiz gilt als Bastion der Stabilität. Darum wertet der Franken trotzt der Nullzinspolitik weiter auf. Das Umfeld ist insgesamt sehr robust. In diesem und im nächsten Jahr soll es mit dem BIP um jeweils gut 1% nach oben gehen. Trotz der Spannungen im Nahen Osten wächst die Wirtschaftsleistung der Alpenrepublik und überzeugt mit ihren Exportgütern. Wichtigste Exportland ist die USA, gefolgt von Deutschland mit Anteilen von 16,5% und 11,5% an den Exporten.
Stimmung positiv
Der Industrie geht es gut, getrieben durch Rüstungsgüter und den Bau von Rechenzentren. Die Stimmung der Einkaufsmanager lag im Juli bei 53,2 Punkten, leicht rückläufig. Die Umfrage unter den Unternehmern zog im Juli aber erneut an. Neben Produzenten meldete der Servicesektor, angeführt von Finanzdienstleistern, gute Geschäftsaussichten.
Inflation im Rückwärtsgang
Die Teuerung lag im Juli bei 0,4% und sank den zweiten Monat in Folge. Die Notenbank erwartet einen abermaligen Rückgang. Ob die Energiepreiskomponente doch noch einen stärkeren Inflationsschub verursacht, bleibt zunächst abzuwarten. Sollte die Teuerung über die von der SNB prognostizierten Zuwächse von 0,6% für dieses und 0,7% für nächstes Jahr hinaus gehen, dürfte sie ihre Nullzinspolitik auf den Prüfstand stellen. Ein Kurswechsel in Richtung restriktiverer Zinspolitik würde Anlagen in Franken aber nur noch attraktiver machen.
Die Pfandbriefbank schweizerischer Hypothekarinstitute bietet mit der WKN A0N0XW einen Tripple-A-Bond. Der läuft noch bis zum 15. Juni 2027 und trägt einen Kupon von 3,25%. Bei einem Kurs von 102,51% rentiert das Zinspapier effektiv mit 0,2% p.a. Das sichert Stabilität im Portfolio und bietet die Chance auf Währungsgewinne.
Franken-Bond aus Frankreich
Wer eine höhere Duration nicht scheut, findet bei der SNCF eine Frankenanleihe (WKN A0GUA0). Der mit einem Aa3 bewertete Bond läuft noch bis zum 30. Juni 2032 und zahlt einen Kupon von 3,25%. Bei einem Kurs von 111,98% liegt die effektive Rendite zum Verfall bei 1,13%.