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Der Euro ohne richtige Kraft

Gemeinschaftswährung hin und her gerissen

Die Kursentwicklung des Euro variiert stark. Gegen den Dollar und einige seiner kleinen Brüder will die Gemeinschaftswährung in die eine Richtung. Gegen den Franken in eine ganz andere.

Der Euro arbeitet sich wieder in Richtung 1,20 EUR | USD hoch. Allerdings zeigt die Gemeinschaftswährung dabei kein Durchsetzungsvermögen. Die Handelsspanne des Währungspaares wird indes immer geringer. Sie verläuft nur noch zwischen 1,17 und 1,19 EUR | USD. 

Erst ein Ausbruch auf der Oberseite über die Marke von 1,20 gegenüber dem Greenback würde dem Euro neuen kräftigen Rückenwind geben. Einen Auslöser für einen solchen Power-Push vermögen wir aber derzeit nicht auszumachen. Die Zinspolitiken dies- und jenseits des Atlantiks sind auf demselben Niveau gleichgerichtet. Die Konjunkturdaten ähneln sich. In den USA steht zudem die Übergabe der präsidialen Amtsgeschäfte an. Das wird sich bis Ende Januar hinziehen und aller Voraussicht nach größere Bewegungen unterbinden.

Rohstoff-Währungen und Franken gefragt

Gegen den Austral-Doller ist der Euro wieder kräftig zurückgegangen. Die Rohstoff-Währung hat Rückenwind, weil mit den Impfstoff-Nachrichten die Hoffnungen auf ein Anziehen der Weltkonjunktur zurück kommen – und auch die Rohstoffpreise wieder anziehen. Davon profitiert auch der Aussie. Allerdings hat er nun bei 1,60 EUR | AUD einen starken Widerstand erreicht. Hier dürfte es dem Aussie schwer fallen noch weiter zu steigen. Wer also auf einen Aussie-Anstieg gesetzt hat, sollte diese Position jetzt absichern. Eine Rückfall bis auf 1,64 EUR | AUD ist durchaus möglich. Sehr ähnlich ist das Bild gegenüber dem Neuseeland-Dollar.

Deutlich ist auch der Abprall des Euro an der Marke von 1,09 EUR | Franken. Von dort geht es steil abwärts für die Gemeinschaftswährung. Gelingt dem Franken nun der Sprung über 1,08 nach oben, wird die Währung der Eidgenossen wieder in Richtung 1,05 EUR | CHF steigen. Die wieder zunehmenden Lockdowns in Europa schlagen gegenüber den sicheren Häfen negativ auf den Euro durch.   

Fazit: Der Euro sucht gerade seinen Weg. Gegen den Franken muss er nun wieder zurück. Ob die Gemeinschaftswährung die Kraft für einen Ausbruch gegen den Dollar findet, bleibt noch abzuwarten.

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