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Der Euro festigt sich

Gemischtes Bild der europäischen Wirtschaft

Der Brexit ist verschoben. Die europäische Wirtschaft zeigt sich janusköpfig. Für den Euro ergibt sich sogar ein weniger ambivalentes Bild.

Die Aussichten der Eurozone werden allenthalben nach unten korrigiert. Die starke Exportabhängigkeit fordert vor dem Hintergrund des schwachen Handels ihren Tribut. Allerdings scheint gerade hier in Deutschland selbst die Stimmung übertrieben negativ. Denn die Exportabhängigkeit ist besonders ausgeprägt. Stärker auf die Binnennachfrage ausgerichtete Staaten tun sich leichter mit der Anpassung an die veränderte Lage. Und davon wird wiederum Deutschland profitieren.

Nicht überall sieht es so düster aus wie hier. Namentlich in Spanien, Italien oder Irland ist die Abschwächung längst nicht so ausgeprägt. Zudem (siehe S. 1) ist der Abschwung in China und ganz Asien nicht so stark wie befürchtet. Auch in dieser Hinsicht sind die Chancen der deutschen Wirtschaft besser als die Stimmung. Die Kurskorrektur der US-Geldpolitik zu einem flachen Zinstrend hat bereits Druck vom Euro genommen.

Fazit: Der Euro dürfte zwar einige Schwäche-Episoden gegenüber dem Dollar sehen, aber keinen klaren Abwärtstrend. Allerdings bleibt er wegen der schwachen Ertragsraten als Anlagewährung unattraktiv.

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