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Grüne Fonds können nur mit viel Aufwand eine Wirkung erzielen

Grüne Finanzanlagen haben kaum Wirkung

Eine Person pflanzt eine kleine Pflanze in den Boden. Copyright: Pexels
Eine neue Studie zeigt, weshalb grüne Investments bisher keine Wirkung auf die Gesamtemissionen der Wirtschaft haben. Investoren können sich nicht sicher sein, dass die von ihnen zur Verfügung gestellten Mittel in nachhaltige Investitionen fließen. Das wird sich allerdings bald ändern.

Grüne Investments ändern (bisher) nichts an den Emissionen der Gesamtwirtschaft. Das zeigt eine Studie des ifo-Instituts. Es sind zwei grundlegende Probleme, die dafür sorgen, dass die Wirkung ausbleibt. Zum einen können die finanziellen Mittel in einer Bilanz nicht eindeutig bestimmten Investitionen zugeschrieben werden. Mittelaufnahme und -ausgabe sind getrennt. Für diesen Punkt ist Abhilfe in Sicht: die EU-Taxonomie.

EU-Taxonomie wird Sicherheit über die Verwendung der Mittel geben

Die EU-Taxonomie wird Investoren Sicherheit über die grüne Verwendung ihrer Mittel geben. Sie tritt am 1.1.2022 in Kraft und definiert Kriterien für nachhaltiges Wirtschaften. Neben Klimaschutz gehören Wasserschutz oder der Übergang zur Kreislaufwirtschaft dazu. Allerdings werden dort Schwellenwerte definiert. Ein Unternehmen erfüllt die Kriterien also, oder nicht. Eine Näherung an die Kriterien über die Zeit wird somit nicht erfasst. Damit kann auch mit der Taxonomie die Effizienz grüner Investitionen nicht ermittelt werden. Ein weiterer Nachteil: die Taxonomie ist komplex und teuer, sie führt zu einem großen bürokratischen Aufwand. 

Anreizung zusätzlicher Investitionen nur für aktivistische Investoren möglich

Ein zweites Problem ist, dass mit grünen Aktien oder Anleihen keine zusätzlichen Investitionen erfolgen. Stattdessen werden sowieso geplante Investitionen finanziert. Eine Erhöhung umweltfreundlicher Investitionen können nur aktivistische Investoren erreichen, die Unternehmen dazu drängen, mehr zu investieren, um die ökologischen Auswirkungen der Produktion zu verringern. Dazu müssen sie einen relevanten Anteil an einem Unternehmen erwerben und bereit sein, auf Rendite zu verzichten. Denn die grünen Investitionen, die sich schnell amortisieren, werden von den meisten Unternehmen sowieso getätigt.

Ifo-Studie zeigt, dass Nachhaltigkeit nur mit großem Aufwand erreichbar ist

Die Kritik des ifo-Instituts geht damit weiter als eine Greenpeace-Studie, die im Sommer veröffentlicht wurde. Damals kritisierte die Umwelt-NGO, dass „grüne Fonds“ nicht mehr Geld in nachhaltig wirtschaftende Unternehmen investieren, als Fonds ohne Nachhaltigkeitsanspruch. Die Nachhaltigkeit vieler Fonds ist also reines Marketing. Die ifo-Studie zeigt nun, dass echte nachhaltige Investments nur mit großem Aufwand und unter Verzicht auf Rendite erreicht werden können. .


Fazit: Anleger sollten wissen, dass mit grünen Investments eine grünere Wirtschaft zu erreichen weit schwieriger ist, als es Investmentfonds suggerieren.

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