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Nur die Langfrist-Perspektive stimmt

Harte Zeiten für Südafrika

Südafrika durchlebt harte Zeiten. Der neue Finanzminister Tito Mbowni muss den finanzpolitischen Schutt wegräumen, den die Vorgänger Regierung hinterlassen hat. Doch am Ende des Tunnels glimmt ein Licht.

Südafrikas neuer Finanzminister Tito Mboweni „macht sich ehrlich". Das Defizit für das laufende Jahr wird 4% statt 3,5% (vom BIP) betragen und 2019/20 auf 4,2% steigen. Der Schuldenstand wird den aktualisierten Plänen zufolge von derzeit um 50% auf 60% anwachsen. Mboweni warnte, dass harte Entscheidungen bevorstehen. So legte er für die Planung niedrigere Wachstumsraten (für das laufende Jahr nur noch 0,7%) zugrunde. Damit sinken die geplanten Steuereinnahmen. Die bereits vereinbarte Lohnerhöhungen im öffentlichen Dienst sind nicht mehr durch das Budget gedeckt.

Der Rand gab daher nach, noch während Mboweni das Budget im Parlament erläuterte. Denn das Land bekommt nur noch von Moody´s den Investmentgrade zuerkannt. Ist es damit vorbei, fällt Südafrika aus dem World Government Bond Index. Und zugleich aus den Portfolios der auf Investmentgrade-Anlagen beschränkten Investmentfonds. Beides zusammen würde gravierende Kapitalabflüsse auslösen. Das Land ist aber auf Zuflüsse aus dem Ausland angewiesen. Nur so kann es sein Leistungsbilanzdefizit finanzieren. Abzusehen ist, dass Moody´s bei der anstehenden Revision wenigstens den Ausblick senkt. Das bringt weiteren Druck auf den Rand.

Fazit: Trotz der offensichtlichen Probleme bietet das Land langfristig ausgerichteten Anlegern beachtliche Chancen.

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